Montag, 1. Juli 2024

Ausstellung: expressions impressions

Werner Hertel - Aquarell, Tusche

Ernst Rozinski - Fotografie

Sigrid Graf - Kreide, Acryl


Ort: Ziegelmuseum Nickelsdorf

am 15. und 16. Juni

























Montag, 10. Juni 2024

Zebrastreifen

Europawahl. Treffe BM. Er sagt mir zu, dass 4 Zebrastreifen noch in diesem Jahr realisiert werden. Kindergarten, Gasthaus Nitschinger, Kreuzung bei Feldgasse und bei Billa.

Hoffentlich nicht nur ein Wahlversprechen!


Feldgasse Richtung Hauptstraße

Donnerstag, 6. Juni 2024

Prioritäten in Zurndorf

bei manuel pethö um neuen termin bei bm angesucht. er will es weiterleiten, dann soll bm das direkt mit mir ausmachen.

ich will ihm meine beobachtung mitteilen, dass es schneller ging ein neues gemeindeamt (umstrittenes) zu bauen, als ein paar zebrastreifen umzusetzen.

neues gemeindeamt, weil einige andere gemeinden schicke neue gemeindeämter haben.

Keine zebrastreifen, obwohl alle anderen gemeinden welche haben.

logik? keine, aber prioritäten werden sichtbar.

du machst zwar verdammt viel, aber alles überhastet und von oben herab, der gute alte landesherr ist zurück.



da haben die schüler sicher ihre helle freude daran, die beiden schwerter, der hochwertige beton, die parkplätze und die wiese, die zum anschauen einlädt.

Freitag, 3. Mai 2024

Painting in West Newton

 das empty-wall-project geht seinem vorläufigen abschluss entgegen.

matthew fragt nach einem titel. franzi meinte, das objekt rechts oben (hydrant) würde 

nach boop aussehen. es fehlen auch noch ein rückkehr zeppelin und eine brücke.

aber erst einmal geht es für ein paar tage nach new hampshire.





Mittwoch, 1. Mai 2024

Cambridge

Sollte ich mal wieder vergessen,

wie es geht,

das Leben

mit Furor, Freude, Fantasie und Furz,

schau ich ihm zu,

denn mit 15 monaten

weiss man noch wenig

und kann es einfach,

wenn man will.

dann weiß man immer mehr

und es wird schwieriger.

weiß man alles,

wird es fast unmöglich.

aber soweit kommt man ja nicht.

zuschauen allein genügt allerdings nicht,

nachmachen und mitmachen gehört unbedingt dazu.





Danke Jack für den Workshop

Dein Grandpa


Wie das funktioniert? Na gut, ich verrate es:

Das innere Kind, tief verbuddelt unter all dem Gerümpel, das sich Erfahrungen nennt,

kommt herausgekrabbelt, wenn ein richtiges Kind es anspricht, in seiner Sprache,

so direkt, so unvermittelt.

Sonntag, 28. April 2024

Cambridge

Nach 10 Tagen in den USA verspüre ich Lust:

Licht brennen zu lassen

dauernd irgendetwas in mich hineinzustopfen, auch wenn das Ablaufdatum überschritten ist, gern auch alle Sorten Nüsse

öfter Fleisch zu essen

wie ein Arschloch oder Volltrottel Auto zu fahren, gern auch mal gegen die Fahrtrichtung, wenn die Markierung nur noch Spurenelemente der Signalfarbe enthält

aber auch dauernd anzuhalten um Hunde mit Menschen dran über die Straße zu lassen

Klamotten nach Gebrauch irgendwo einfach fallen zu lassen

immer das gleiche anzuziehen, vor allem schlabberiges, das eigentlich eher indoor angebracht wäre

sooft wie möglich Supermärkte zu besuchen und dabei darauf zu achten, dass ich am nächsten Tag unbedingt wieder dahin muss, mindestens 2 Stunden am Tag zu konsumieren und zuhause den Fernseher einfach laufen zu lassen, auch wenn ich gerade koche

im Auto mit laufendem Motor sitzen, Heizung oder Klima an und Handy daddeln oder WUMP hören, schöner Sender, natürlich mit einem Cafe Mocha (machen viele)

für die kürzesten Wege das Auto zu benutzen, z.B. um die Straßenseite zu wechseln

alles mögliche zu fotografieren, was nur dem Fremdling auffällt

ein bisschen die erde anzukokeln


die liste wird wohl noch ein wenig anwachsen, wer weiß. andererseits bildet sich eine gewisse trotzhaltung heraus, dem allem zu widerstehen und in den ritzen des systems reste von einfachheit, grundbedürfnissen zu erschnüffeln. ein inneres kloster sozusagen.








 

Samstag, 27. April 2024

West Newton


Im Revolver, mit dem er soeben gefeuert hatte, 

befand sich eine Schutzpatrone.

Montag, 22. April 2024

West Newton


Ich neulich zu Jutta, die gerade mit Blüten fotografieren beschäftigt ist und dabei mit dem Stroller auf der Temple Street steht: Was machst du? Komm da runter (sinngemäß)

sie: Sag nicht sachen zu mir, die nur ich immer zu dir sage.

das ist einsicht, fremdsicht und selbstironie auf einem haufen.

ich bin beeindruckt.




Dienstag, 9. April 2024

Telefoniert werden

ich werde nicht gerne telefoniert. denn eigentlich bin ich ja immer mit irgendetwas beschäftigt und das telefonieren unterbricht den flow, andere baustelle, anderer mensch, anderes thema. und wenn ich nicht beschäftigt bin, will ich gerade chillen, sitze mit einem gläschen wein im hof und bin doof. passt also noch weniger, raus aus mir, rein in wen anderen. am liebsten werde ich angerufen, wenn ich selbst gerade telefoniere. dann klopft vielleicht jemand an, aber die tür ist ja glücklicherweise verschlossen. ich dagegen rufe hin und wieder jemanden an, aber eigentlich schreibe ich lieber. gerne werde ich angeschrieben. man kann selbst entscheiden, wann man an den postkasten geht und ihn leert. und wenn schon angerufen werden, dann von jemand, der nicht viel zu sagen hat, das aber flott und enden wollend. ganz schlimm ist es, wenn jemand anruft und man hört nur ein leises schnaufen ohne text. werbeanrufe oder befragungen bieten die möglichkeit, kreativ aggressionen in kryptische texte zu verpacken und aufzulegen.

Montag, 25. März 2024

Politik

Wer die Mehrheit hat, braucht nicht mehr

ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen.



Montag, 18. März 2024

Das neue Gemeindeamt

Zurndorf erhält ein neues Gemeindeamt. Irgendetwas am alten passt nicht mehr, vielleicht waren es die Toiletten (zu viel, zu wenig, zu groß, zu alt?)

kann man nix mehr machen.

Neudorf hat ein schönes neues Gemeindamt, Nickelsdorf hat todschick renoviert, Gattendorf auch irgendwie neu (oder?), Parndorf sowieso, nur Neusiedl, aber die haben auch Schulden.

Also Zurndorf mit dem gigantischen Lutz (da passt eigentlich Zurndorf rein, wenn es mal zuviel regnet), mit seinem Seniorenheim (bisschen teuer geworden), dem Feuerwehrpalast, der dann ins Gemeindeeigentum übergeht, wenn er zu bröseln beginnt (vielleicht brennt er ja vorher bei einer Feuerwehrübung ab), also dann kommt noch eine Wasserstofffabrik dazu, aus Golfplatz und Hubschrauberlandeplatz wurde nix, also dieses Zurndorf, das einmal Pionier im Windradaufstellen war (aktuell sind es 3 abgehackte Windradflügerl, die wie die Schwerter des Islam vor Schule und Kindergarten die Klingen kreuzen) mit einem visionären Bürgermeister Suchy, der die Windradln im Gemeindebesitz sah, dem eine ebenso visionäre Bewag das Geschäft wegnahm), dieses Zurndorf mit seinem bifokalen Bürgermeister Friedl will auch neues Gemeindeamt, das ist doch wohl klar.

Die Kohle wird man schon stemmen. Kein Ding. Also weg mit dem alten Konsum (ein Haufen Schrottarchitektur aus den 70ern), ja der Ingenieur Muth macht das schon, da spart man sich doch diesen Ausschreibungsmist und kann loslegen und dann ist da dieser Herr vom Land. Breitbeinig steht er für die Finanzierung und Errichtung durch das Land. Das hat ja beim Feuerwehrhaus so super geklappt, deshalb na klar, das mach ma schon.

Das alles kompakt, verständlich und in aller Bescheidenheit wurde den Bürgern in einer Informationsveranstaltung am 7.März präsentiert. Geht doch.

Warum genau nochmal war das alte Gemeindeamt eigentlich keine Option mehr?


Montag, 11. März 2024

Gedicht

 Ball im All


Wo ist der Ball, wo ist der Ball?

Er schwebt im All, da ist der Ball.

Und wo ist jetzt der Ball?

Jetzt rast er durch das All,

schneller als der Schall.

Doch im All

gibt’s keinen Knall!

Egal, es rast der Ball durch’s leere All,

der ist so prall,

dass er platzt, ganz ohne Knall.

Mit ohne Knall, im stillen All,

endete der Ball.



Samstag, 9. März 2024

Gedicht


 Der Maler


Ich male gerne Bilder,

mal brav und auch mal wilder.

Und geht mal eins daneben

denk ich mir: na eben,

denn blieb es mittendrin,

wär’s auch kein Hauptgewinn.

Gewinnen ist doch Lotterie

und Glücksspiel ist das Malen nie.


Die Becherverschwörung

schaut ihr vorabendserien? oder krimis im hauptabend?

ist euch schon mal aufgefallen, dass die schauspieler auffallend oft mit bechern herumrennen, meistens bei besprechungen. sie trinken tee oder kaffee. manchmal sieht man, woher sie ihr getränk beziehen. meistens aus automaten. manchmal wird das getränk von einem kollegen gereicht. beim starken team kommt der seltsame sputnik mit einem servierwagen und serviert aus einer thermoskanne. die methode stirbt aus.

warum können die schauspieler bei einem gespräch nicht ohne tasse plaudern? als müssten sie sich irgendwo fest halten. würden ihnen ohne den becher (kann aus plastik sein, aber auch eine besondere andenkentasse aus porzellan) ihre hände wegflattern? würden sie sich gegenseitig berühren? oder würden die arme sinnlos am körper entlang zu boden gleiten? die sinnlosigkeiten von gliedmaßen, die gerade pause haben. würden die polizisten an ihren pistolen herumfummeln, männer ihre bärte graulen, frauen ihre frisuren bearbeiten?

oder steckt hinter dem ganzen eine verschwörung? eine organisierte aktion der becher- und getränkeindustrie. wird hier subkutan erzählt, dass diese tasse, dieses getränk einfach sein müssen?

ein selbstversuch: versuch mal, jemanden anzuhalten und ein gespräch zu beginnen. fühlst du die leere in deiner hand, dieses bedürfnis: ach, wär das nicht schön, jetzt so einen netten, kleinen espresso zu shaken oder so einen fetten kübel mit wohlfühltee?

dann hat es dich erwischt. macht aber nix, denn du bist nicht allein damit. es bleiben 2 möglichkeiten: finde dich damit ab und bediene dein bedürfnis, sprich ruhig mit anderen darüber. versuch es dir einfach mal bewusst zu machen, finde es ev. sogar lustig, dieser community anzugehören. mach selfies von dir mit der tasse, poste sie, geh offensiv damit um und zerre die sache ins licht der öffentlichkeit. schau, was dann passiert. werden dich leute kontaktieren, die ähnliches erleben, vielleicht menschen aus der ganzen welt? schreib einen artikel.

oder geh auf entzug. dabei kann dir nur leider keiner helfen, weil in den ganzen psychiatrischen einrichtungen rennen sie auch mit den tassen herum und wissen nicht warum?

also mach mit und konsumiere, kauf dir andenkentassen, such dir deine lieblingsgetränke und füttere die große orale befriedigungsindustrie mit ihren millionen getränkeangeboten, aber fördere auch die kleinen lokalen saftpresser und töpfer! und lass dich nicht ohne tasse erwischen.

übrigens glaube ich, die amis haben damit angefangen. ihre autos waren die ersten mit cupholdern. heute sind sie nicht mehr wegzudenken.

solltest du dich zur verweigerung dieser zwangshandlung entschlossen haben, gib auf dich acht! sie beobachten dich. all die kameras im öffentlichen raum. sie verfolgen dich. hast du noch alle tassen im schrank?



Dienstag, 30. Januar 2024

Reisegedanken

Durchfalllied

Durchfall in Ägypten,

Knieweh in Rom,

Schädelweh in Boston,

da bleib ich lieber home.


Sonntag, 28. Januar 2024

Verkehrsgedanken


 Lied des Überholten

An der Ampel sehen wir uns wieder,

vor der Ampel, da sind alle gleich,

das Gaspedal geht auf und nieder

und am Ende freut sich nur der Scheich.


Sonntag, 7. Juni 2020

Tiere haben es gut.

Manchmal jedenfalls.

in Rust gibt es die Franz Storno Gasse.
Eigentlich kein sehr auffälliger Kerl, bis auf seine manische Manie, alles mögliche
zu stornieren, so u.a. 22 Beziehungen, 8191 Käufe, 11.229 Essensbestellungen
und 874 Abos. Seine Nachbarn fanden  ihn nett und zugänglich.
Bevor er verstarb, stornierte er seine Beisetzung.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Ein Rätselbild

Was ist gemeint?

Ziemlich einfach ist das. Wer es weiß, kann es ohne weiteres für sich behalten.
Auf keinen Fall liken, answern, weiterleiten, posten oder so ähnliches.

Sonntag, 10. September 2017

Ratten

Das ist keine Warnung vor dem unerwünschten Nagetier, sondern ein
Ort in der nordöstlichen Steiermark. Etwas mehr als 1000 Einwohner. Sie haben
eine Obsession:
Wer Geburtstag, eine Geburt oder ein sonstiges persönliches Ereignis begeht, wird mit
einem üppigen Sortiment an Tafeln, Schildern und sonstigen Installationen
beglückt.


Weitere Highlights: Flohmarkt und Kaufhaus




Sonntag, 27. August 2017

Harmlos

Mitglieder einer völlig ungefährlichen, nur wegen zufälliger Namensähnlichkeit
oft zu unrecht verfolgten alpinen Vereinigung.


 Es handelt sich um den Kuh Glock's Klan.

Freitag, 7. Juli 2017

Boston

Sie sind uns wieder einmal weit voraus. Als ich bei Sunoco tanke,
komme ich in den Genuss des Gas-Station-TV.
Während der Zapfhahn rennt, läuft über dem Zapfhahn das lustige
Tankstellenfernsehen, damit mir nicht langweilig wird.
Als es interessant wird, ist leider der Tank voll und das Programm stoppt.
Ich werde es vermissen.

Montag, 3. Juli 2017

Loons

Sie sind die Attraktion hier am Eastman Lake. Zu deutsch: Eistaucher
Es ist immer das selbe Pärchen, jedes Jahr. Sie überwintern in Maine an der Meeresküste.
Dort verlieren sie die Flugfedern und können ein paar Monate nicht mehr abheben.
Etwa entengroß, mit ausgezeichneten Schwimmflossen, die weit hinten am Rumpf sitzen,
können sie gut schwimmen und tauchen und das bis zu 30 Meter tief.
Die Loons vom Eastman Lake haben 2 Junge und werden von den Anwohnern mit großer,
an Hysterie grenzender Anteilnahme beobachtet. Immer wieder paddeln Boote in die Nähe
des Pärchens. Wenn mal eines der Jungen nicht gleich sichtbar ist, herrscht große Aufregung.
An jedem See gibt es nur ein Pärchen.
Der Eistaucher hat ein ganz außergewöhnliches Gefieder, das allen Kunst- und Designansprüchen
genügen würde. Aber der eigentliche Hammer sind die Töne, die er von sich gibt,
mal einzeln, mal in einem Duett, das sich zu einem wahnsinnigen Gelächter aufschwingt in einer Lautstärke, die zu einem elefantengroßen Tier passen würde und das Tag und Nacht.
Als wäre ihnen bewusst, dass sie berühmt sind und es zum Wappentier Kanadas gebracht haben.


Zwei Jungtiere oft auf dem Rücken,
manchmal im Wasser



http://eastmanliving.com/2017/01/loons-where-are-they-now/

Sonntag, 2. Juli 2017

Eastman Lake, NH

Überall findet man ihn. Ohne ihn kein vernünftiger Alltag,
ohne ihn geht nix: Den Cupholder/Getränkehalter


Deutschen Autos fehlte er anfangs, oder er war lächerlich klein oder unpraktisch.
Das hat sich schnell geändert. Zum Fahren braucht ein durchschnittlicher
Amerikaner eigentlich gar keine Hände, denn alle fahren Automatik.
Alles läuft darauf hinaus, dass für den Fahrer immer weniger zu tun ist.
Die Fahrzeuge sind im Grunde genommen behindertengerecht.
Fast jeder hält beim Fahren zumindest ein Smartphone, mit dem er twittert,
wo er gerade steckt, in der anderen Hand ein Getränk, meist ein Thermobehälter
oder so ein to Go. Und den muss er halt manchmal kurz abstellen.

Dasselbe gilt natürlich auch für andere Vehikel, Räder, Kinderwagen, Boote usw.
Alle sind entsprechend ausgestattet, vielleicht ausgenommen Kampfflugzeuge.

Nur der menschliche Körper ist in dieser Hinsicht unvollkommen.
Aus diesem Grunde arbeitet man am MIT in Zusammenarbeit mit dem MGH, Boston
daran, durch eine chirurgische Modifikation des Beckenknochens einen
Cupholder zu formen.

In einer weiteren Stufe wäre es denkbar, diese Modifikation bereits genetisch zu
programmieren, sodass sie beim Kleinkind bereits wachsen würde und im
3. Lebensjahr voll ausgebildet wäre.
Mit ersten Ergebnissen wird 2019 gerechnet.



Montag, 26. Juni 2017

Cape Cod


Lange hatte ich den Atem angehalten.
Dann war es endlich soweit:
Die Luftfeuchtigkeit, eine Windstille und
der unbedingte Wunsch fügten sich zusammen
und ich gebar die erste Wolke meines Lebens.
Leider hielt sie nicht lange, aber das müssen
die schönen Dinge nicht.

Samstag, 24. Juni 2017

Boston Sunrise

Wahnsinn, der Sonnenaufgang!

Die Schöpfung

Die Reihenfolge steht in der Bibel,
7 Tage hatte der gute Mann (Gott) Zeit.
Was weiter geschah, steht nicht in der Bibel.
Am 8. Tag war Gott pleite, weil er die Kosten nicht annähernd gut berechnet hatte.
So war er gezwungen, die Banken zu schaffen, die ihn bekanntlich am 9.Tag
kauften und versuchten, ihn in ein Franchise-Unternehmen für Seelen-
Dienstleistungen zu verwandeln.
Weil Gott damit keineswegs einverstanden war, war er gezwungen,
trotz inständiger Warnungen seiner führenden Engel,
am 10. Tag die Anwälte zu erschaffen.
Seitdem geht das hin und her, ohne Aussicht auf eine Einigung.
Und wer profitiert davon?
Die Anwälte.
Sie wurden davon außerordentlich reich, aber nicht übermäßig
glücklich.
Und Gott?
Der wird sich hüten, den Anwälten etwas wegzunehmen, weil: vor einem
hat auch er Angst. Klagen fürchtet er, wie der Teufel das Weihwasser.

Freitag, 23. Juni 2017

Boston

Bist du ein "Somewhere" oder ein "Anywhere"?

Das "Wo-bin-Ich"-Programm geht so:
Nach dem ersten Aufwachen möglichst früh rausgehen und schnüffeln,
vielleicht ein bißchen auf und ab gehen und schauen,
unbedingt auch horchen,
so viel man halt verträgt, dann frühstücken.




Natürlich auch bei Jetlag

Freitag, 14. Oktober 2016

Bielefeld

An der Sparrenburg wird das Gemäuer restauriert, auf dass sein heller Stein wieder richtig schön leuchtet.
An der Baustelle kommt mir ein älterer Herr aufgeregt entgegen und ruft mir zu: "Jetzt haben die mir den Lokus in die Einfahrt gestellt".
Er ist Chauffeur eines dieser Touristenbummelzüge, die auf die Burg shutteln.
Und da steht jetzt dieser Scheiß-Lokus.
Als ich vom Gang um die Burg zurück bin, steht er auf der anderen Seite und die Welt ist wieder in Ordnung.
Symbolfoto für eine Burg
Zumindest an dieser Stelle.

Freitag, 3. Juni 2016

Vom Individualverkehr zum Analverkehr

Ein Vortrag des weltweit unbekannten Verkehrsanalytikers und
Mobilitätsforschers Harald Knoblaucher von der freien Universität Aingewaide

Nach dem Siegeszug des Individualverkehrs ist es innerhalb weniger Jahre zu einer
solchen Verkehrsdichte gekommen, dass Auffahrunfälle im Minutentakt stattfinden.
Die Polizei ist machtlos. Es beginnt völlig harmlos: Der analverkehrsgefährdete
Verkehrsteilnehmer bemerkt im Rückspiegel das dicht auffahrende Fahrzeug.
Wenn er Details im Gesicht des Auffahrenden erkennt, ist es zu meist zu spät.
Der Verfolger dringt bereits vom Wagenende her ein. Es kommt zu einer invasiven
Analverkehrssituation.

Wie sie sich schützen können, welche Konzepte derzeit international diskutiert werden,
um dem Phänomen beizukommen und welche technischen Möglichkeiten seitens der
Hersteller gefordert sind, das sind zentrale Anliegen des anerkannten Experten.


Ort:
Darmstadt, Zentrum für rektale Klimatologie, Hintereingang
Zeit:
10. Juni
18.00 Uhr (alljährlich bis auf Wiederruf)

Der Eintritt ist frei

Dienstag, 17. Mai 2016

Montag, 16. Mai 2016

Weisheit

Nur jemand, der ganz bei sich ist,
kann auch ganz bei dir sein.

Wernheer van der Wellenbrink
Erfinder d. dän. Bettenlagers

Sonntag, 10. April 2016

Tulpe und Windrad

Anfangs drehte es sich einsam im gerade wieder auflebenden Beet.
Der Winter hatte ganze Arbeit geleistet.
Alles war dürr und farblos.

Dann bekam es erste Gesellschaft und konnte die Schneeglöckchen
und die Kroküsse von oben bewundern, ohne dabei schwindlig zu werden.
Dann kamen ihm einmal die Narzissen etwas näher, während ihm erste
Tropfen der treibenden Weinlaube ins Geflügel fielen.
Fröhlich lachend verspritzte und zerstäubte es die Tropfen, brrr.
Das Grünzeug darunter freute sich.

Und dann kamen sie, die langen grünen Stängel der Tulpen,
schwangen sich frech hinauf, rund um es herum und zappelten
in den Aprilstürmen nervös herum.
Doch eines Morgens, schon seit Tagen wehte nur eine leichte Brise,
war es aus dem Dämmerschlaf erwacht, geweckt von einem kräftigen
Windstoß. Ha, endlich. Es streckte die Flügel und begann sich leicht zu drehen.
Doch halt, nichts ging mehr.
Es hing fest und konnte die Welt nicht mehr verstehn,
denn für ein Windrad ist das Drehen, wie für uns das Gehen, das Atmen, den
Wind das Wehen, für die Welt das Geschehen lebensnotwendig.

Und da sah es sie. Die Tulpe, die mit ihrem roten Blütenkelch unter einem Flügel
klemmte. Es versuchte sich, durch eine Rückwärtsbewegung zu befreien.
Das funktionierte zuerst, aber der drehende Wind machte ihm einen Strich durch die
Rechnung. Aus, festgefahren.
Sicher war sie schön, duftete auch recht fein, aber das war doch keine Entschuldigung
für diese Straftat. Es begann, die Tulpe erst leicht, dann heftiger anzustupsen, mit
dem gewalttätigen Ziel, ein Blatt wegzuprügeln und sich so einen Weg zu bahnen.
Was dann geschah, kam allerdings völlig unerwartet an einem sonnigen, kühlen und
recht windigen Sonntag. Die Haustür öffnete sich. Diese Menschin raste auf das
verblüffte Windrad zu und versetzte es einfach ein paar Zentimeter.
Anstatt diese blöde Tulpe wegzuschneiden und ins Fenster zu stellen.
Dann hätte es seine Feindin langsam dahinwelken gesehen und triumphiert.
Aber so war das eindeutig eine Niederlage und es beschloss aus Rache,
sich den ganzen Sommer nur noch nachts zu drehen, dann aber so heftig, dass es alles,
was in seiner Nähe hochkam, kleinhäckselte.

Der Tulpe war das egal. Sie sah das Windrad sehr gerne und es hatte ihr großes Vergnügen bereitet,
ihren wunderschönen Blütenkelch an den gelben Flügel des Windrades anzulehnen.

Und nächsten Frühling würde sie es wieder tun.

Samstag, 26. März 2016

smart verpasst

grundsätzlich sind smartphones ja okay, aber wenn die muse längst beim zungenkuss ist, und du merkst es nicht?
...wenn das erdbeben noch vor der app-warnung kommt?
...wenn eine frau (ein mann) mit dir flirtet, und du merkst es nicht, weil du mit der flirt-app                         beschäftigt bist?

Donnerstag, 24. März 2016

Wellhausen

Drama in 1 Akt

Personen:

Wellhausen
seine Frau
Gast

Ort: Ein Hotel im Winkel, deutsche Kleinstadt, Treppenhaus


Wellhausen steigt die Treppe hinauf, begleitet von seinem mächtigen Hund Hermann.
Der Gast weicht vor dem knurrenden Hund zurück in einen Seitenflur.
Wellhausen bedankt sich müde und steigt weiter hinauf zu seiner Wohnung.
Der Gast wagt sich wieder ins Treppenhaus. Hermann folgt ihm ein paar Stufen und schaut ihm drohend hinterher.
Frau Wellhausen steht an der Tür zur Reception. Auf ihrem Knie hält sie einen Korb und schließt die Tür. Mit leichtem Kopfschütteln schaut sie nach oben.

FW: Autorität wie'n Toastbrot.
Gast: Wer?
FW: Mein Mann - Mir wär sowas nicht passiert.

Gast geht ab

Dienstag, 22. März 2016

dilü dilüüdü

Die Singvögel trällern bereits Handy-Klingeltöne.

Unsere Amsel beherrscht das SMS-Gedudel von Samsung so perfekt,
dass viele in ihre Taschen greifen.

Samstag, 5. März 2016

Erst werd' ich meinen Blutdruck senken,
um dir danach mein Herz zu schenken.

Montag, 15. Februar 2016