Mittwoch, 26. März 2025

Whale Song

Wir begehen Boston in einer relativ bescheidenen Runde entlang der Waterfront über Quincy Market und zurück über die Washington Street. Wir begegnen Kunst im öffentlichen Raum, ein Projekt der Stadt, das alle drei Jahre lokale Kunst präsentiert.

www.thetriennial.org

der "Whale Song" hat mich angesprochen, wohl weil ich gerade einen walsong auswendig lerne, "baby beluga" für ein kindisches playback und weil ich sie mag, so groß, so friedlich, wenn man sie nicht reizt.

Material: Waluminium (nenne ich es)













Dienstag, 25. März 2025

Boston Castle Island, Sullivan's

Es regnet cats and dogs. was tun? In ca. 20 min. erreicht man Castle Island. Das liegt gegenüber Logan Airport, dazwischen die Wasserstraße in den Hafen hinein. Da wollte ich schon immer mal hin.

Also mit Google Maps und dem 4runner von Cambridge nach South Boston. Alles klappt ganz gut. ich fahre selten schneller als 40 mph und werde von allen seiten über- und unterholt.

Wir halten kurz an einem kleinen Strand und stehn im Regen und schauen hinein in die beiden graus von himmel und meer.


Castle Island ist ein beeindruckendes Fort, das wohl mal den Hafeneingang bewacht hat. Gewaltige Festungsmauern und ein netter Weg ummes herum. Wir verzichten. Zu kalt zu nass. Sullivan's ist ein kleiner Fast Food Schuppen mit Tradition. Daneben werden Container von gewaltigen Staplern in die Höhe gehoben und herumkutschiert. Startende Flugzeuge donnern über uns weg.





Nicht viel los heute. Drin bestellen, warten, beobachten. Die Klimaanlage donnert im Heizbetrieb. Draußen hat es nicht mehr als 3 celsius. Wir bestellen fish'n chips, burger und fries und warten unter der Heizung. Bisschen trostlos? Vielleicht, aber auch voller Hoffnung, wer weiß das schon? (Würde Yasmina Reza sagen)

Wir essen uramerikanisch im Auto bei laufendem Motor und Heizung und schauen dem Treiben im um am Sullivan's zu. Mit fettigen Fingern und vollen Mägen nach Cambridge einkaufen für Kartoffelpuffer am Abend. Fast vergessen wir die Kartoffeln.


Montag, 24. März 2025

Was mir blieb von "Serge"

aus Yasmina Reza "Serge"

"Die Sonne schien ins Auto. Alles war gut. Oder aber alles war traurig. Wer weiß schon, wie die Dinge liegen"

S.189

"Ich habe irgendwo gelesen, dass sich Männer beim Älterwerden in zwei Richtungen entwickeln können. Manche schaffen sich eine Rüstung und verhärten, andere öffnen sich und stürzen ins Melodramatische"

S.194

Ich schaffte mir eine Rüstung und stürzte in die Öffnung. Nein, ich öffnete die Rüstung melodramatisch und weichte endlich wieder auf. Oder? Wer weiß schon, wie die Dinge liegen. 


Narzissen in Cambridge am Abend


Dienstag, 18. März 2025

Edward Gorey über Kinder


"Erwachsene verstehen nie etwas von alleine, und für Kinder ist es ermüdend, ihnen immer und ewig alles erklären zu müssen"


Freitag, 14. März 2025

Edward Gorey

"Sei allem aufgeschlossen! Ignoriere nichts, denn du weißt nie, woher deine nächste Idee kommen könnte."



Mittwoch, 12. März 2025

zum Heulen schön

ich weiss jetzt, wann in mir tränen aufsteigen. oft ist es musik, manchmal eine filmszene und seltener, wenn ich menschen beobachte. immer ist es die schönheit, die ich plötzlich darin entdecke, die mich umhaut.


nach „like a complete unknown“ gestern im cine center.

da waren es einzelne songs, die ich so oft gehört habe, aber noch nie so gut verstanden, wie in diesem film mit der wunderbaren interpretation vom hauptdarsteller timothée chalamet und deutsch untertitelt. die zeit steigt mächtig auf, in der ich die musik gehört habe und mein konserviertes ich aus der zeit, offen wie ein scheunentor für alles, nach diesem verkohlten, verstahlten saarbrücken mit meinem elternhaus in der ehemaligen werkstraße und seinen schwarzen löchern aus unbewältigter nazizeit, gewalt, rohheit und depression und kartoffelpuffern.




Sonntag, 2. März 2025

Ich lese gerade:

Neal Stephenson

Termination Shock


Neal Town Stephenson (born October 31, 1959) is an American writer known for his works of speculative fiction. His novels have been categorized as science fictionhistorical fictioncyberpunk and baroque.


Alles passiert auf dem Hintergrund der Klimaerwärmung. Termination Shock beschreibt, was passiert, wenn eine wirksame Maßnahme plötzlich abgesetzt wird.
Es passiert soviel, wie bei Neal S. üblich, an vielen Schauplätzen, die eines gemeinsam haben: Sie werden absaufen, wenn der Meeresspiegel steigt, beispielsweise in Houston Texas, in Venedig, auf den Philippinen, in den Niederlanden.
Ein Schauplatz ist allerdings das Grenzgebiet zwischen China und Indien, wo die Erwärmung die Gletscher schmelzen lässt und Land freilegt, das sowohl von Indien als auch von China beansprucht wird.
Es geht um Geo-Engineering, die Erde abzukühlen mittels Schwefel in der oberen Atmosphäre.
Es gibt einen "guten Milliardär", der dies einfach mal durchzieht auf eigene Kosten, es gibt mörderische Wildschweine, Action im Himalaya, wo indische gegen chinesische Kämpfer um den Grenzverlauf fighten. Es gibt ein böses China, das die niederländische Flutabwehr attackiert, eine niederländische Majestät zum Niederknien, spannende Biografien und vieles mehr.
Es sind fast 1000 Seiten, die bei Neal Stephenson beängstigend schnell dahinschmelzen, wie eben die Gletscher unserer Gebirge.
Ich liebe seine Anspielungen auf Herr der Ringe, eine Kampfgruppe "Die Gefährten" zu nennen und mehr. Und ich liebe seine Helden, die an die Helden von Tolkien erinnern, Bilbo, dieser eher gemütliche Hobbit, der gern gut isst und trinkt, aber auch so clever ist, dass er Gollum's Rätsel knackt, der verletzt wird, weiterkämpft und (außer Gandalf und seiner Rafinesse) keine Superkräfte braucht, um immense Herausforderungen zu bestehen.
Wenn es nicht so ein cleverer unscheinbarer Held ist, sind es eben die Gefährten, ein intelligenter Schwarm, zusammengesetzt aus Zwergen, Hobbits, Menschen und den wunderbaren Elben, die zusammenhalten und gegen gewaltige Übermächte antreten. Sie haben durchaus Fehler, aber ein jeder bringt seine Skills besten ein. Sie müssen zurückweichen, sind flexibel und nützen günstige Winde und überraschende, unerwartete Helfer. Jeder für sich schon beeindruckend und am Ende ganz schön wirkungsvoll, aber der Schwarm macht es, und sie wissen das.
Einfach smart, da kannst du die Marvels zur Schulung schicken. 
Unauffällig und smart. 
Ich liebe es und würde mir wünschen, das Schicksal der Welt wäre nicht "in the hand of fools" (King Crimson, Epitaph), augeblasene Psychopathen und Straftäter.




Dienstag, 18. Februar 2025

Wieso kenne ich den noch nicht?

Edward Gorey, 1925-2000

geboren in Chikago.



wenn ich schon Kubin liebe. Hermann Hesse empfahl ihn ausdrücklich.

Zum Beispiel sagt er folgendes:

"Etwas zu erklären lässt es verschwinden, sozusagen. Was wichtig ist, ist das, was übrig bleibt, wenn man alles andere erklärt hat."

und jetzt kommt's!!!!

"Wenn Leute einen Sinn in etwas finden, dann sei auf der Hut"

Ich glaube ja schon lange, dass einfach ganz viel auf koinzidenzen beruht. naja, ist vielleicht eine ganz andere baustelle.

sei einfach offen für jede Art von Besuch


Sonntag, 16. Februar 2025

Feministische Stegreifreime von Ella Carina Werner, und die Herren?

"Der Hahn erläutert unentwegt

der Henne, wie man Eier legt"


"Beim Rammeln grunzt die Sau verächtlich

Spannender wär's gleichgeschlechtlich"


"Der Ruhm des Elchs erfreut die Elchin,

doch lieber hat sie selber welchen"


"Die supercoole Darmbakterie

hat Tochterzellen und Karriere

Trotz Kindern circa zehn  Milliarden,

sorgt sie dann für Durchfallkanonaden.

Drum gönnt sie sich, um mal zu chillen,

ein Zen-Retreat auf den Antillen"


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Heinz Erhardt:

"Ein Hirschkäfer, der weidete

mit seinen siebzehn Rehen

und jeder beneidete

ihn um die vielen Ehen"


Robert Gernhardt:

"Der Kragenbär, der holt sich munter

einen nach dem andern runter"


"Mach hinne!"

"Sachte, sachte, denn gleich werd ich...

ruf das Taxi! Bin schon fertig"

(ungeduldige Kragenbärin und Kragenbär)



aus 'm Spiegel

Donnerstag, 13. Februar 2025

Peter Frankopan (Professor für Globalgeschichte an der Universität Oxford, Direktor des Oxford Centre for Byzantine Research)

"Wir dürfen (dabei) nicht vergessen,

dass wir nichts weiter sind als ein biologisches Tier -

allerdings das einzige, das zuviel frisst

und dann ins Fitnessstudio rennt"

Mittwoch, 5. Februar 2025

Letzte Worte Habsburger Herrscher

Kaiser Maximilian von Mexico, vor seiner Erschießung:
"Was für ein schöner Tag, ich wollte schon immer an einem solchen Tag sterben"

Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi):
"Was ist denn eigentlich geschehen?"

Kaiser Franz Joseph:
"Warum muss es jetzt sein?"


Donnerstag, 30. Januar 2025

Der Leerstand

Verwendungsmöglichkeiten für die gestrandete Sektkellerei Szigeti beim Zurndorfer Eichenwald:

Siegelmuseum: Sammlung gescheiterter Versiegelungen im Burgenland mit laufendem Wettbewerb für fantasievolle Nutzung der Leerstände

Minitherme mit Sektsprudelbrunnen

Nettes kleines Motel für die Lieferfahrer des angrenzenden Zentralmöbellagers mit reizendem Ausblick auf das ebenso angrenzende Naturschutzgebiet Eichenwald

Indoorjagdgebiet bei extrem schlechtem Wetter. Dazu werden Hasen und Rebhühner im Gebäude ausgesetzt.

to be continued

Dienstag, 28. Januar 2025

Donnerstag, 23. Januar 2025

Ein Ruf in den dunklen Wald

mail an spiegel online, inside austria

hallo, ich heiße werner hertel und lebe seit 1976 mit wenigen unterbrechungen im burgenland.seit 2020 bin ich im ruhestand und engagiere mich mit leidenschaft für die umwelt und die politik in meiner umgebung, das ist das nördliche burgenland. meine letzte aktivität war eine "schatzsuche" nach dem betonschatz nr.1 des burgenlandes, eine "ehrung" meiner heimatgemeinde durch greenpeace für ein möbelzentrallager direkt an ein naturschutzgebiet angrenzend. hier geht es um die natur und ökologie der "parndorfer platte". im anhang ein video der "schatzsuche" und mein pressetext zu dem event. ebenso habe ich die vorbereitungen für die aktion, kontakte mit offiziellen, presse, (fehlende) unterstützung, undemokratischer umgang dokumentiert.angeblich betrachtet der derzeitige landeshauptmann (SPÖ) das nordburgenland als ein industriegebiet. seit jahren bemühen sich einige gemeinden, hiervon zu profitieren, indem sie bereitwillig flächen zur verfügung stellen. mich interessiert, wer von diesen enormen versiegelungen, die es bereits gibt, profitiert und wie sie zustandekommen.die region ostösterreich, ehemals eu entwicklungsland liegt mitten in europa und grenzt an ungarn und die slowakei. sie enthält auch etliche naturschätze (großtrappen, eichenwald, hutweide, leithaboden, den nördlichen neusiedler see) .es gibt landwirtschaft und weinbau.derzeit wird gestritten über den bau einer wasserstofffabrik an einem ort, der eigentlich das notwendige wasser mit der landwirtschaft teilt, eher ein trockengebiet. ein krankenhaus soll am nordufer des neusiedler sees entstehen, mitten in einem korridor für vogelmigration, der bisher tabu war, in dem auch keine windräder gebaut werden durften. das sind nur einige der themen. ich bin vernetzt mit zahlreichen initiativen, die den lebensraum nördliches burgenland schützen wollen, u.a. "Lebensraum Pannonia", Initiative gegen das Krankenhaus, die grünen, "natur in sicht", harald schau vom nationalpark neusiedler see u.a. es würde mich sehr freuen, wenn diese region, die mir zur heimat geworden ist (ich bin deutscher staatsbürger) und die so inmitten europas liegt, gerade jetzt die aufmerksamkeit bekäme, die sie verdient.

mit freundlichen grüßen werner hertel

https://youtu.be/IxR_ZoOQGb8


-- 

www.filmealaart.blogspot.comhttp://wernerhertelcartoon.blogspot.com

http://www.derlangearmderkaiserin.at/werner hertel

alte straße 24, 2424 zurndorfmobil: 00436641573826

austria0664/1573826

02147/2768

wernerhertel@gmail.com 


abgesendet am heutigen tag an den spiegel.

manchmal antwortet der wald


Zurndorfer Eichenwald


Dienstag, 31. Dezember 2024

Bye Bye Emanuelle

"Ein russischer Roman", gegen Ende bekomme ich beim Lesen immer mehr Aggressionen. Ich leide, wenn jemand (fiktiv oder real) Dinge tut, die zerstören, die breaking bad laufen. Warum soll ich mich damit beschäftigen, wie jemand sein Leben wegschmeißt, oder es mutwillig erschwert: Das heißt umgekehrt nicht, dass ich das Traumschiff mag oder mit Carmen Nebel Abende verbringe. Happy Schlagerwelt stürzt mich so richtig ins Elend, auch Blasmusik.

Aber so wissentlich an den Abgrund herantasten, in den dunklen Pfützen rumlatschen, die den Abgrund umgeben? No

Deshalb beende ich die Lektüre und verwende das Buch:

1. als elementares Wasserspielzeug. Wir weichen einzelne Seiten ein und kleben den Matsch auf Körper und die Duschwand. Das deklassiert alle "richtigen" Wassertools.


2. als Hauptdarsteller in einem Feuerhappening, samt Fotodoku

3. als Unterstützer des Brennholzes im Kamin, um Wärme zu spenden



Non, je ne regrette rien.

Samstag, 28. Dezember 2024

Das Wunder vom Walmart

Zu unserem Aufenthalt in New Hampshire gehört er mittlerweile dazu: Der Besuch im Walmart von West Lebanon.

Ursprünglich zur Ausrüstung fürs College, später zum Studium der Unterschicht (gar nicht woke, einfach etwas abgehoben) und für ausgefallene Geschenke und Schnäppchen.

Auch diesmal werden wir fündig, Jutta mit Schneeschuhen, Kleinkram, ich mit diesen Shirts, 8 Dollar abwärts, mit coolen Sprüchen oder aber eines mit einer Darstellung unseres Sonnensystems und "You are here"-Pfeil auf die Erde, eines mit dem alten Ford Bronco.

Wir gehen zur Kasse und müssen feststellen, dass die Mastercard auf dem Handy nicht angenommen wird.

Wir könnten die Sachen zurücklegenlassen, nochmal herkommen, um dann zu bezahlen. Na gut, das ist es uns wert, wir fahren gerne ein paar Meilen durch die verschneiten Hügel an der I89 und hören dabei Vinyl Classics, als die Walmart Angestellte meint "You're all set". Ein junges Paar hat, ohne dass wir das so richtig mitbekommen haben, diese knapp 70 Dollar einfach bezahlt. Alles klar, noch schöne Feiertage. Jutta verdrückt ein paar Tränen, auch ich bin auch irgendwie emotional am kippen, was war das denn? Das ausgerechnet im Walmart.

Wir verlieren gerade alle Abgehobenheit und grübeln, ob wir wohl von Engeln verfolgt werden, die immer mal einspringen, wenn das nötig ist. Jutta meint, wir müssten bei Gelegenheit mal Amerikanern auf Europatrip beispringen und diese gute Tat zurückgeben. Ich denke, von Engeln muss man auch mal was annehmen können und einfach dankbar sein.





Und von nun an ist Walmart nicht mehr nur ein Ort der Abgehängten, der Verzweifelten, der im Konsum die Erlösung von all ihren Leiden Suchenden, die neidisch auf die da oben blicken. Es ist ein Ort, an dem plötzlich Engel auftauchen können, ein bisschen himmlisch sozusagen,
Ob die auch mal bei Whole Foods oder Formaggio (Cambridge) auftauchen würden? Aber da würde sich möglicherweise gar keine Gelegenheit für eine gute Tat bieten. Da lässt sich keiner was spendieren. Wie sähe das denn aus, in der Neighbourhood?

Mittwoch, 25. Dezember 2024

What a Christmas!!!

Out there near Grantham, NH. a lake. Eastman

Cherry Lane, an european-american family united for some peaceful days out of civilization (i'm kidding)

close to a hannaford and a farm for christmas trees and a lot of good things,

and then it began to snow, so we have white christmas, what a christmas!!!








Donnerstag, 5. Dezember 2024

Wofür ich William Gibson liebe

 Sätze, wie:

"Mode war eine Sprache, in der Coretti stotterte"

"Auf dem Stuhl neben ihm hockten achtzig Kilo blondes kalifornisches Fleisch, von Kopf bis Fuß unsichtbar mit >Kampfsport< beschriftet."

"Es gab Kaffee. Das Leben ging weiter."

In welchem Roman nochmal? Egal, es waren viele. Und er hat soviel vorausgesehen. Die "kommende" Krise der Menschheit nannte er den "Jackpot", nicht ein einziger vernichtender Prozess, sondern eine Summe mehr oder weniger entsetzlicher Plagen.



William Gibson

Dienstag, 3. Dezember 2024

Erinnerungen, Fotos und das Schreiben

Foto und Text

"Geschichten ereignen sich ereignen sich ja nicht einfach, sondern sie werden erzählt, erst durch die Verwandlung eines Faktums etwa in einer zur Sprache gebrachten Erinnerung entsteht eine erzählerische Struktur, also eine Geschichte, die sich von der Wirklichkeit ungefähr so unterscheidet wie das bloße Wort "Meer" von der Brandung, der Dünung oder insgesamt von dem, was wir sehen, wenn wir an einer Küste stehen."

Erinnerungen durch Fotos

"Wenn ich mein Fotoarchiv betrachte, rauscht manchmal ein wahrer Tsunami von Erinnerungen heran. Dann bin ich wie ein Surfer auf den Wellen der Vergangenheit und sehe hier ein Drama und dort eine Komödie, aber im Wesentlichen geht es dabei nie um ein abenteuerliches oder langweiliges Leben, sondern um den nackten Lauf der Zeit, der sich unserem Einfluß entzieht."

Interview mit Christoph Ransmayr

von rechts: ich, vater, oma, mutter, oma