Donnerstag, 22. Mai 2014

Prinzipiell

Das Prinzip New York ist schnell erklärt: Man lässt alles rein, was will,  und schaut was passiert. Dann versucht man durch wiederholte Eingriffe das Schlimmste zu verhindern.
Das ergibt einen Zyklus, der von Chaos und Katastrophe über Konsolidierung zur Neuordnung führt.
Im Moment scheint keine dramatische Entwicklung in Sicht und Godzilla hat sich diesmal San Francisco für die finale Schlacht ausgesucht. Aber wir haben ja noch 2 Tage.

Ich hatte einen Deal mit Matthew in der Hoffnung, er würde seinen Part nie schaffen. Wie so viele Amerikanische Männer liebt auch er süße alkoholfreie Drinks, die eigentlich für Kleinkinder gedacht sind. Deshalb der Deal: Wenn er eineinhalb Flaschen Bier trinkt, muss ich das Double Down Sandwich von KFC essen. Gestern Abend, in der Hotelbar hat er seinen Teil völlig unspektakulär erfüllt. Mittlerweile vermute ich, dass er damit kein größeres Problem hatte und mich ein wenig getäuscht hat.
Das Problem habe jetzt ich, denn das Double Down Sandwich ist eine monströse kulinarische Missgeburt von KFC um noch mehr Chicken zu verheizen. Dabei wird der übliche obere und untere Brotdeckel des Sandwich ersetzt durch eine Art Chickenschnitzel. Dazwischen klebt eine Fülle aus schmierigem Käse und fettem Bacon. Das Teil ist lebensbedrohlich und könnte ganze Armeen totfetten.

Da muss ich bald durch.



Mittwoch, 21. Mai 2014

Today's Commencement

Heute geht gar nichts mehr in der Stadt. Columbia zelebriert
ihre riesige Abschlussfeier auf dem Campus mit tausenden Studenten, Professoren und den Familien. Wir schauen uns das Spektakel alleine an. Es lohnt sich: Pomp and Circumstances.
Die Rede des Columbia Präsidenten verblüfft, weil er sich mutig für die Freiheit der Information ins Zeug legt und immer wieder Edward Snowden sagt. Plötzlich tauchen Kampfjets auf und erzwingen mit Warnschüssen den Abbruch der Rede.
Blödsinn, die Studenten applaudieren, die Sonne lacht und die Helis sind nur wegen der Touristen am Himmel.



Morgen gibt es für die Law School ein eigenes Commencement. Da sind Franzi und Matt dran,
und wir sitzen mit Stephanie und Stewart, die selber  Columbia Alumnis sind .





Am Abend Broadway. Wir sehen Cabaret, Regie: Sam Mendes mit u.a. Michelle Williams.
Wir sind todschick. Als wir unser Zimmer verlassen, fragt uns das Zimmermädchen, ob wir auf eine Bootsfahrt gehen. Gemein.

Commencement


Zurück vom Frühstücksbuffet kann der Tag beginnen. Mittlerweile wissen wir, welche Nahrungsmittel edible (essbar) sind, welche furchtbar schmecken, und welche einen in die Ambulanz bringen.
Auf meiner Frührunde durch die Bronx entdecke, besuche und überlebe ich diesmal das Bronx Outlet.


Auf dem Rückweg kaufe ich geschnittene Mangostreifen und vergesse das Wechselgeld (7 Dollar).
Die Verkäuferin rennt mir nach und gibt es mir. Beim Wasserkaufen gebe ich 5 Dollar zu viel. Der düstere Typ ruft mir nach und gibt mir die Scheine zurück. Die Bronx klaut nur das große Geld, ansonsten zeigt sie einen beachtlichen Stolz.

Die Stadt füllt sich allmählich mit bunten Roben. Jede Uni hat ihre eigene prächtige Farbe, Familien ziehen mit ihrem graduierten Spross durch die Straßen, während wir den Umzug nach New Hampshire vorbereiten, d.h. alle packen und ich fotografiere.

NYU
Columbia
Die Studenten haben den Ruf, nicht ganz realitätstauglich zu sein. Deshalb im Bookstore die Warnung, dass die Nutzung einer Treppe volle Aufmerksamkeit verdient. Die Nutzung der Rolltreppe scheint man ihnen zuzutrauen. In der Zeitung las ich passend dazu, dass amerikanische Studenten fordern, dass vor gewissen Werken der Weltliteratur ebenfalls Warnhinweise stehen sollten, um nicht Traumata auszulösen. Achtung Shakespeare: Nach der Lektüre unbedingt mit einem Psychologen Kontakt aufnehmen.

Lunch im Park

Wir treffen uns mit Long, den wir noch von Dartmouth her kennen. Er forscht ein paar Jahre an der NYU über das Gehirn. Im Keller des Institutsgebäudes betreut er die Laboraffen. Einer von ihnen heißt Algebra. Wahnsinn.

Beim Dinner (Italiener) am Broadway lerne ich von Matt wieder ein neues Wort: "lame"
Wie so oft im Englischen gibt es ein Bündel an Bedeutungen, von "lahm" über "behindert" bis hin zu "nicht cool".
Ich suche dummerweise nach Beispielen; Alte Leute?- lame, Eltern? -lame, Deine Eltern? - lame, Ich? - lame, Du? Not lame.
Ich hätte es besser wissen sollen. Dabei können sie nicht einmal Treppen gehen, oder Shakespeare lesen ohne Traumata auszufassen.

Dienstag, 20. Mai 2014

Manhattan, Morningside Heights


Eigentlich sind wir "laufend" am Hudson. Eisiger Wind, geschwächt von der hiesigen Feinkost, ständigen Helikopterangriffen ausgesetzt. Irgendwer lässt die morgens raus, und dann knattern sie so lange über die Stadt, bis der riesige Fliegenpracker angetrieben vom gerissenen Geduldsfaden der Nicht-Flieger alle mit einem Schlag runterholt.
New York hat übrigens einen Footprint wie ganz Frankreich.
Nach dem Lauf beteiligen wir uns am Footprint mit einem gemütlichen Lunch in einem Restaurant an der Uferanlage: Hot Dogs mit Sauerkraut, amerikanisches Bitterbier, Salat, Fries und einem Kübel Mayo. Dazu das doppelte an Verpackung und Essbesteck.
Von Matt lerne ich den Unterschied zwischen Chicken Nuggets und Chicken Tender, ersteres würfelförmig, zweites bananenförmig, beides aus armen Hühnern gequetscht. Ich erläutere mein Projekt, 3 Wochen ohne Chicken auszukommen und ernte tiefes Unverständnis von allen Seiten.
Franzi läuft mir mittlerweile locker davon, aber ich werde trainieren. Und dann ergänzt sie noch, sie habe sich zurückgehalten. Und dann bin ich auch noch deutlich kleiner als Matt. Das ist das erfrischende am Zusammensein mit jungen Menschen.


Danach trösten wir uns gegenseitig.

Montag, 19. Mai 2014

Good morning Bronx


Einfach ganz früh raus aus dem Hinterausgang des Hotels, beim Öffnen der Tür zur Straße einen Alarm auslösen und in die kühle, sonnige Morgenluft der Bronx eintauchen. Einmal um den Block, Mineralwasser beim Mexikaner kaufen: Selters und den Puls spüren, den eigenen und den der Bronx.
Ich spiele, als würde ich ein Bein nachziehen. Dann haben sie vielleicht Mitleid und verschonen mich.




Schüler am Schulweg, zwielichtige Typen, Homeless People, zwielichtige Typen, Mamas mit Kindern, zwielichtige Typen und dann brettert ein fetter Truck am Hotel vorbei.

New York, Bronx

Wir reisen mit http://www.gobusesny.com
von Boston nach NY. Nach flottem Beginn landen wir in einem sehr langen Stau nach einem Unfall, der alle 3 Spuren lahmlegt. Die Klimaanlage bläst einen Eisstrom auf die Passagiere, sodass die ersten Frosttoten zu beklagen sind, nämlich die, die sich für eine Busreise eingekleidet haben und nicht für eine Polarexpedition. Der Busfahrer, ein stattlicher Schwarzer tritt mit der Würde eines Flugkapitäns auf und ist schon 65. Nachdem sich ein paar nach vorne gewagt haben, um von den Frostopfern zu berichten, macht er reinen Tisch mit einer sehr deutlichen und endgültigen Durchsage, dass er müde ist, ihm die Hitze zu schaffen macht und dass er ab jetzt keins von unseren Gesichtern mehr bei sich sehen will. Irgendwie verstehe ich den Mann und auch Jutta gibt ihm bei einer Pause zu verstehen, dass er das gut macht.
Nach 5 Stunden Fahrt, wegen Unfall und weiteren Staus und einem Höllenverkehr am Times Square erreichen wir Penn Station. Beim Aussteigen reicht mir unser Chauffeur die Hand und gratuliert mir zu meiner Frau: "She has a good heart".
Franzi erwartet uns und wir nehmen die U Bahn in die Bronx. Unser Hotel ist vom Feinsten. Selbst wenn wir die Bronx nicht überleben, es hat sich gelohnt.



Wenn man vom Eingang zum Fenster gemütlich geht, sind das ein paar Minuten und eine kleine Jause für unterwegs ist kein Fehler.
Und das gab es noch nie: Der Raum its größer als er auf der Homepage aussieht.
Unbedingt buchen:

Sonntag, 18. Mai 2014

West Newton

Gelandet  in Boston, leider gleichzeitig mit 3 anderen Flügen. Das bedeutet: Megaschlange bei der Einreise mit einem Schreikind hinter uns, das weit mehr Ausdauer beim Schreien zeigt, als ich beim Schlange stehen.
Der erste Tag, ein Auflehnen gegen die innere Uhr, die einen ins Bett schickt.
Immer gut: Bewegung. Also nix wie raus trotz geschlossener Wolkendecke mit Option Starkregen.
Wir werden nach Newton Center chauffiert, schauen uns intensiv um,  Jutta lauft Kaufschuhe und die Welt ist in Ordnung. Dazu hat eine mir bisher unbekannte Reinigungsmaschine alle Wolken vom Himmel geputzt und diesen tiefblau zurückgelassen. Rückweg zu Fuß, ca. 4 km auf der Beaconstreet.
Wir sind die einzigen Fußgänger, ansonsten hochgerüstete Jogger, nicht viel langsamer als der unaufhörliche Strom der Autos auf der Straße.
Erste Begegnung mit der einheimischen Nahrung im Whole Foods. Wir essen mit Blick auf den Parkplatz und die Welt ist schon wieder in Ordnung.









Erster Begegnung mit Godzilla im Boston Globe:



In der geplanten Fortsetzung "Kotzilla" gibt er alles wieder von sich.

Freitag, 1. November 2013

Die Kaisereichel

In Donnerskirchen wurde Jesus aus der Kirche entfernt, da er sich dort ohne Aufenthaltsgenehmigung aufhiehlt. Vermutlich eingeschleust aus dem syrisch israelischen Grenzgebiet, hatte er sich in der Bergkirche verschanzt. Ein aufmerksamer Gottesdienstbesucher hatte während der Messe eine Bewegung hinter dem Altar bemerkt und die Polizei verständigt.
Da er behauptete, Gottes Sohn zu sein, ohne sich mit den entsprechenden Dokumenten ausweisen zu können, wurde er vorläufig auf einem Abstellplatz in Schubhaft genommen. Als wir bei ihm vorbeikamen, betete er gerade.



Von Donnerskirchen führt der Weg sanft ansteigend mitten hinein ins Leithagebirge, wie üblich ohne jede Aussicht, weil das Akaziengestrüpp so dicht wächst. Nach etwa eineinhalb Stunden Aufstieg erreicht man den Aussichtsturm bei der Kaisereichel. Von dort hätte man einen herrlichen Rundblick, wenn nicht herbstlicher Dunst die Sicht begrenzen würde. Dennoch lohnt es die Mühe, sich endlich über das gelbrot gefärbte Blätterdach zu erheben und von der Sonne wärmen zu lassen.
Die Kaisereichel erinnert an Franz Joseph I., der sich des öfteren auf der hölzernen Aussichtsplattform einer uralten Eiche splitternackt gezeigt haben soll.
Das Kaiserreich war reich an Kaisereicheln, meistens unter Kaisereichen, wo reicher Kaiser Leichen leise aus den Reichen weichen.

Kaisereichel im Leithagebirge

Samstag, 26. Oktober 2013

Schmankerl

Ich bin im AKH für eine Belastungsergometrie. Die Dame, die mich aufruft, bemerkt nicht, dass ich gleich neben ihr sitze. Deshalb brüllt sie meinen Namen so laut, dass ich den Aufruf auch von zuhause gehört hätte.
Auf meine mündige Patientenart reagiert sie freundlich aber eindeutig. Halts Maul und tret (Subtext)
Als bei Puls 90 der Blutdruck um 30% einbricht, ruft sie:
"Du Herr Professor, i hab da ein Schmankerl für dich"
Der Professor Du sieht das etwas anders, sodass sie sich streiten.
Bevor es so richtig losgeht mit dem Zankerl übers Schmankerl, sagt sie noch zu mir, sie möchte, dass ich doch bitte draußen warten soll.
So verpasse ich vermutlich das wahre Schmankerl.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Bad Hall

gesprochen: Bäd Holl
bedeutet: böse Halle

Alle leben hier mit dem Präfix "gegen"
Es gibt keine Bauern, sondern nur Gegenbauern. Kein Verkehr, nur Gegenverkehr, keine Züge, nur Gegenzüge.
Die Inhaber unserer Pension heißen Gegenhuber.
Das Phänomen hat sich vermutlich aus der Gegenreformation entwickelt. Man weiss es nicht. Man kann es allerdings ohne weiteres behaupten, weil der Gegenbeweis schwer zu erbringen sein wird.
Im Stadttheater gibt es derzeit die Gegenfledermaus.
Ich will sie nicht sehen, weil ich genug habe vom Gegensein.
Am schlimmsten war der Golfplatz, auf dem natürlich Gegengolf gespielt wird. Jeder Spieler hat einen Gegenspieler und jeder Ball einen Gegenball. Dabei kommt es häufig zu Verletzungen.
Als ich am Rande des Spielfeldes stand, trat ein Spieler an mich heran und kritisierte meinen Stand:
Ich solle es mal mit dem Gegenstand probieren.

Nie wieder Bad Hall

Dazu gab es kein Gegenangebot

Samstag, 5. Oktober 2013

Steyr

Bitte nicht hinfahren. Das ist ein Kriegsgebiet und als eine der ersten österreichischen Städte komplett von den Autos erobert. Etliche Fußgänger wurden an Kreuzungen eingeschlossen und als Geiseln genommen. Die Forderung des Sprechers (ein BMW): Beseitigung der verbliebenen Gehsteige und Asphaltierung aller Grünflächen.
Die Stadt soll innerhalb einer Woche fußgängerfrei sein.
Ansonsten werden die Geiseln angehupt, angefahren und schließlich überrollt.
Der Bürgermeister (BMW-Fahrer) ist zu Verhandlungen bereit und bereits auf die meisten Forderungen eingegangen.
Das Christkindl ist auf der Flucht, weil es gar keinen Führerschein besitzt, eine Bedingung für den Verbleib in der Stadt.
Auch wir flüchten nach einer Stunde Zwangsaufenthalt im Labyrinth der Straßensperren und Umleitungen über eine winzige Landstraße Richtung nicht asphaltierbares Gebirge und landen in Bad Hall, das sich allerdings ebenfalls im Belagerungszustand befindet.
An einer Straßenecke liegt dort das Christkind im Dreck und bettelt um ein bisschen Brot.
Wir buchen 2 Tage
in der Parkpension und hoffen, dass es mit der kompletten Übernahme noch ein Weilchen dauert.
Heute wandern wir zum Baum mitten in der Welt bei Kremsmünster und versuchen dort Kontakt aufzunehmen mit der Fußgängerfront OÖ, die sich in einem Gewölbe verschanzt hat und Angriffe auf Tankstellen plant.
Bisher konnten immerhin die gesamten Bestände an Scheibenfrostschutz sichergestellt und in einem Salzstollen gelagert werden.
Eine Kältewelle ist angekündigt.


Mittwoch, 3. Juli 2013

Einladung

Hiermit lade ich alle Geheimdienste herzlich zu meinem Blog ein.
Vielleicht gibt es ja Verstecktes, von dem ich selbst keine Ahnung habe.
Bitte auch meine Cartoons und Reisetagebücher gewissenhaft prüfen.

Als Emissionshändler bemühe ich mich, immer mal wieder online abzuladen, was
für mein eigentliches Tagebuch zu blabla ist.

liebe Grüße auch an die Gattinen.

Ach ja, die brauchen ja gar keine Einladung.

Sonntag, 9. Juni 2013

Haute Couture aus dem Walmart


Ich darf es nur zum Kochen anziehen, oder zum Schlafen.
Weiß nicht, was die haben. Ist doch schön.

Samstag, 8. Juni 2013

Massachusetts, New Hampshire

New Vocabulary (powered by Matthew)

minion - einer, der jeden dreck wegräumen muss

phenom - herausragender Typ

terrific - großartig

to poop - scheißen

handyman - einer, der gut sachen reparieren kann

greasy spoon - schmieriger Löffel, Bezeichnung für ein eher unappetitliches Lokal

going the way of the Dodo - Aussterben , z.B. indem man einfach die Straße quert

here comes the Devil - wenn man vom Teufel spricht

it's all teed up - kommt vom Tee beim Golf

par for the course - kommt vom Golf, meint Ziel genau erreicht 
hedgehog - Igel

cheesy - schmalzig

It's like watching paint dry - urlangweilig

when hell freezes over - praktisch nie
no service - kein netz


no charge - keine Batterie



to be continued

Mittwoch, 1. Mai 2013

Nemesis

Ein Todesstern (Nemesis), der alle 68 Millionen Jahre aus dem Dunkel auftaucht und die Erde verwüstet, ist die Annahme eines Wissenschaftlers mit depressiver Veranlagung. Käme Nemesis, wäre es ihm ein Volksfest.
Ebenso realistisch wäre die Annahme, dass alle 51 Millionen Jahre ein gigantischer Eissalon an uns vorbei rast, der sich mit der Stimme von Christina Aguilera ankündigt.

Tirol

Früher war es mal bergig,
jetzt wird es immer Platter.

Donnerstag, 11. April 2013

An alle Nassrasierer

Ihr könnt euch den Dauerkauf von Klingen sparen.
Ihr könnt Abfall vermeiden, Ressourcen schonen, eurem geplagten Gewissen eine Ruhepause gönnen und der Klingenindustrie eins auswischen.
Für das gesparte Geld könnt ihr euch auch einmal in der Woche vom Barbier scheren lassen.

Wie das geht?

Ganz einfach: Nach jeder Rasur mit der Klinge auf einem Rest Rasierschaum in Nicht-Rasierrichtung!
ein paar mal nachschärfen.

Bitte ausprobieren und die Botschaft weiterverbreiten.

Da geht noch viel mehr.

Montag, 1. April 2013

Krumau, Tschechien

Venedig mit nur einem Kanal, der dickdarmgleich 2 Inseln umschlingt, den schlossigen und den häusrigen. Durch diesen Darm jagen Ströme von Bakterien, als Touristen verkleidet. Mit kleinen Kameras gastroskopieren sie die schmucken Darmwände. Am Ausgang dieser "Darmstadt" werden sie in Reisebusse ausgeschieden. Manchmal staut es sich und eine Kolik baut sich auf, beginnt zu gären und zu schwären bis Druck und Peristaltik den Strom wieder in Bewegung setzen.
Scheißtourismus.



In einer Kneipe spielen am Abend Charly Leitner und Willy Bell Oldies. Alles raucht und lauscht den beiden Gitarristen, deren verstärkte Instrumente über 2 scheppernde Boxen durch das Kellergewölbe gejagt werden. Das Bier wird im tiefgefrorenem Glas serviert, ein Hochgenuß.
Am nächsten Morgen werden wir beim Stadtbummel angesprochen. Es ist Charly Leitner. Seine Urgroßmutter saß mit Adolf Hitler in der Schulklasse. Wenn sein Vater ihn abholte, pfiff er nach ihm, wie nach einem Hund.
Die Folgen kennt man.
Charlys Familie zog dann nach Gmunden. Dort hat ein Verwandter von ihm öfter in der Stammkneipe von  Thomas Bernhard gesessen, aber nie ein Wort mit ihm gewechselt.