Sonntag, 29. November 2015
Freitag, 26. Juni 2015
Spectacle Island
ist eine der zahlreichen Inseln im Hafen vor Boston. Täglich pendelt eine Fähre zwischen der Insel und der Stadt. Den Namen hat sie von ihrer ursprünglichen Form: Zwei Hügel durch eine schmale Landbrücke verbunden, in der Draufsicht eine Brille. Durch Aufschüttung wurde die Landbrücke immer dicker. Die ganze Insel hat man in etwa einer Dreiviertel Stunde umwandert.
Wie so vieles hier sind auch diese Inseln Eiszeit-Relikte, Drumlins. Beim Rückgang der Gletscher vor ungefähr 10 000 Jahren blieb der Gletscherboden zurück mit rundgeschliffenen Felskuppeln. Anfangs war der Hafen noch Festland, die Inseln einfach nur Hügel und bereits von den eben eingewanderten Ureinwohnern Amerikas genutzt.
Mit dem abtauenden Eis und dem steigenden Meeresspiegel wurden aus den Hügeln Inseln und als die europäischen Eroberer die Bucht von Massachusetts besiedelten, nutzten sie auch die Inseln.
Irgendwann baute ein Mr. Ward eine Fabrik, in der Abfälle der wachsenden Stadt Boston verarbeitet wurden. In den achtzehnhundertfünfziger Jahren wurde der gesamte öffentliche Transport mit Pferden abgewickelt, sodass auch viele Kadaver anfielen, die in der Fabrik verwertet wurden. Das Fett wurde entzogen und daraus Seife und Glyzerin erzeugt. Es muss bestialisch gestunken haben.
Auch andere Abfälle wurden aufgeschüttet und so die Fläche der Insel allmählich vergrößert. Die Brille verfettete zusehends. Der letzte größere Zuwachs entstammte dem sog. Big Dig, einem städtebaulichen Projekt im Boston der 80er Jahre. Dabei wurde die Stadtautobahn unter die Erde verlegt und die Waterfront beruhigt. Spitzname des Big Dig war Big Dump, weil viel Geld darin versenkt wurde.
Wir spazieren über die Insel und genießen die grandiosen Aussichten auf die Stadt und den Hafen.
Mit uns gekommen ist ein Schwarm blaugekleideter Kids aus einer Schule, die überall herumwuseln.
Mittlerweile ist die Insel ein Naturpark. Nur noch die Ausstellung im Infozentrum erinnert an die Höllenfabrik des Mr. Ward. Kein Haus der Familien, die hier lange Zeit wohnten, ist geblieben.
Ein Holzpavillon erinnert an ein Opfer des Anschlags auf den Boston Marathon.
Die Insel ist Teil des amerikanischen Bemühens, alte Sünden gegen die Umwelt wieder gut zu machen. Unter meinen Füßen galoppieren die entfetteten Seelen der Bostoner Kutschpferde von einem Hügel zum andern. Übernachten möchte ich doch nicht mit ihnen. Die Fähre ruft.
| Eine freiwillige Parkhelferin |
Mittwoch, 24. Juni 2015
Cape Cod
Das Besondere an Provincetown ist außer dem Erlebnis eines hochintensiven Tourismus das Erlebnis, als heterosexuelles Paar in der Minderheit zu sein, ohne dass man dafür schief angesehen wird.
Nach einer Übernachtung in PTown, dem Hauptort am letzten Zipfel des Caps sitzen wir mit unseren Leihrädern am zentralen Platz und snacken, bevor es mit der Fähre zurück nach Boston geht.
Ein alter Herr bittet mich um einen Sitzplatz neben mir auf der Bank. Eine jüngere und eine ältere Frau begleiten ihn. Sie sprechen deutsch.
Die beiden Damen gehen shoppen und ich komme mit dem Alten ins Gespräch. Er hat in Michigan einen Freund besucht, den Herren aller Golfplatzpfleger der USA, Greenkeeper oder so heißt das.
Er selbst kommt aus Schleswig Holstein, spricht mit hübschem plattdeutschem Akzent und war früher Landwirt. Irgendwann hat ihn unternehmerischer Instinkt gepackt und er hat seinen gesamten Besitz zum Golfplatz umgeackert. Dabei musste er auch Teile seines Waldbesitzes roden. Heute, meint er, wär das gar nicht mehr möglich, weil da jeder "Grünpieper" dazwischenfunkt.
Irgendwann wurde er dann zum Oberhaupt aller deutschen Golfplatzerhalter erwählt, ernannt oder geschlagen. Und so ist sein Besuch ein Treffen unter Herrschern, die alles wissen über perfekte Rasenkultur. Nur die Dimensionen sind etwas verschieden, gibt es doch in Deutschland nur etwa 600 und in den gesamten USA mehr als 16000 Golfplätze. Ob der Typ aus Michigan ihn das spüren lässt?
Ich denke nicht, denn sie zeigen das nicht die Amerikaner, immer freundlich, immer fair, außer
vielleicht, nun ja...
Als Jutta mit ihrem Snack kommt erzählt er das alles dann noch zweimal ausführlich.
Jetzt schreib ich das auch noch auf. Dabei hatten wir gerade einen atemberaubenden Radausflug durch die Sanddünen zum Strand gemacht. Aber das lässt sich nur schwer beschreiben.
Nach einer Übernachtung in PTown, dem Hauptort am letzten Zipfel des Caps sitzen wir mit unseren Leihrädern am zentralen Platz und snacken, bevor es mit der Fähre zurück nach Boston geht.
Ein alter Herr bittet mich um einen Sitzplatz neben mir auf der Bank. Eine jüngere und eine ältere Frau begleiten ihn. Sie sprechen deutsch.
Die beiden Damen gehen shoppen und ich komme mit dem Alten ins Gespräch. Er hat in Michigan einen Freund besucht, den Herren aller Golfplatzpfleger der USA, Greenkeeper oder so heißt das.
Er selbst kommt aus Schleswig Holstein, spricht mit hübschem plattdeutschem Akzent und war früher Landwirt. Irgendwann hat ihn unternehmerischer Instinkt gepackt und er hat seinen gesamten Besitz zum Golfplatz umgeackert. Dabei musste er auch Teile seines Waldbesitzes roden. Heute, meint er, wär das gar nicht mehr möglich, weil da jeder "Grünpieper" dazwischenfunkt.
Irgendwann wurde er dann zum Oberhaupt aller deutschen Golfplatzerhalter erwählt, ernannt oder geschlagen. Und so ist sein Besuch ein Treffen unter Herrschern, die alles wissen über perfekte Rasenkultur. Nur die Dimensionen sind etwas verschieden, gibt es doch in Deutschland nur etwa 600 und in den gesamten USA mehr als 16000 Golfplätze. Ob der Typ aus Michigan ihn das spüren lässt?
Ich denke nicht, denn sie zeigen das nicht die Amerikaner, immer freundlich, immer fair, außer
vielleicht, nun ja...
Als Jutta mit ihrem Snack kommt erzählt er das alles dann noch zweimal ausführlich.
Jetzt schreib ich das auch noch auf. Dabei hatten wir gerade einen atemberaubenden Radausflug durch die Sanddünen zum Strand gemacht. Aber das lässt sich nur schwer beschreiben.
Dienstag, 23. Juni 2015
Jamaica Plain
Es gibt einen netten Fahradladen in der Nähe unserer Wohnung. Er heißt "Ferris Wheels".
Als wir nach Leihrädern fragen, will der Besitzer unser Herkunftsland wissen. Daraufhin beginnt er über das Wiener Riesenrad zu reden und dass sein Vorfahre das erste Riesenrad in Chicago gebaut hat. Der Typ hieß George Washington Gale Ferris. Und nach ihm wird in den USA jedes Riesenrad "Ferris Wheel" genannt. Unser Radgeschäft hat also einen wunderbaren Namen und Geschichte. Was allerdings die Behauptung angeht, dass in Chicago das erste Riesenrad stand, deutet das eher auf eine nette Legende der Ferris Family hin. Denn das erste Riesenrad stand laut Wikipedia in Bulgarien.
Davon berichtet der englische Reisende Peter Mundy. Am 16. Mai 1620 sah er in der Stadt Phillippopolis (die heutige Stadt Plovdiv) einige Kinder, die auf dem Kreisumfang eines großen Rades kleine Sitze befestigt haben, um sich durch sein Drehen zu amüsieren. Ähnliche Fahrten wurden später im 17. Jahrhundert auch in England gesehen.
Als wir nach Leihrädern fragen, will der Besitzer unser Herkunftsland wissen. Daraufhin beginnt er über das Wiener Riesenrad zu reden und dass sein Vorfahre das erste Riesenrad in Chicago gebaut hat. Der Typ hieß George Washington Gale Ferris. Und nach ihm wird in den USA jedes Riesenrad "Ferris Wheel" genannt. Unser Radgeschäft hat also einen wunderbaren Namen und Geschichte. Was allerdings die Behauptung angeht, dass in Chicago das erste Riesenrad stand, deutet das eher auf eine nette Legende der Ferris Family hin. Denn das erste Riesenrad stand laut Wikipedia in Bulgarien.
Davon berichtet der englische Reisende Peter Mundy. Am 16. Mai 1620 sah er in der Stadt Phillippopolis (die heutige Stadt Plovdiv) einige Kinder, die auf dem Kreisumfang eines großen Rades kleine Sitze befestigt haben, um sich durch sein Drehen zu amüsieren. Ähnliche Fahrten wurden später im 17. Jahrhundert auch in England gesehen.
Montag, 15. Juni 2015
Plymouth
It's raining cats and dogs in Boston und wir sind verdammt, das Isabella Stewart Gardner Museum zu besuchen. Am besten getrennt. Kein Mensch hat beim Kunstkonsum den gleichen Rhythmus.
Und bevor man sich schreiend vor einem Portrait der ewig Liebenden fetzt, dreht jeder seine Runde und man trifft sich zum Café.Und dann fetzt man sich schreiend, weil man das Gesehene völlig verschieden interpretiert.
Bei Sonnenschein dagegen fährt man mit dem Auto nach Plymouth und schaut sich die Nussschale an, mit der die Pilgrimfathers (mitsamt Müttern) anno 1620 angereist sind. Die Mayflower II, ein originalgetreuer Nachbau.
Sieht größer aus, als sie ist. Dennoch gab es vermutlich mehr Beinfreiheit, als in unserer Boeing 767, aber kein Kinoprogramm in der Rückenlehne vom Vordermann und kein Chicken Menü.
Die Immigration fiel natürlich aus, weil die Typen den ganzen Zirkus erst mal einführen mussten und die Natives hat ja keiner gefragt. Stell dir vor, die hätten Fingerabdrücke von den Pilgern genommen und sie gefragt, was sie während ihres Aufenthaltes in Amerika vorhaben. Hätten sie das mal lieber gemacht.
Und bevor man sich schreiend vor einem Portrait der ewig Liebenden fetzt, dreht jeder seine Runde und man trifft sich zum Café.Und dann fetzt man sich schreiend, weil man das Gesehene völlig verschieden interpretiert.
![]() |
| Der unglaublich schöne Innenhof |
Bei Sonnenschein dagegen fährt man mit dem Auto nach Plymouth und schaut sich die Nussschale an, mit der die Pilgrimfathers (mitsamt Müttern) anno 1620 angereist sind. Die Mayflower II, ein originalgetreuer Nachbau.
Sieht größer aus, als sie ist. Dennoch gab es vermutlich mehr Beinfreiheit, als in unserer Boeing 767, aber kein Kinoprogramm in der Rückenlehne vom Vordermann und kein Chicken Menü.
Die Immigration fiel natürlich aus, weil die Typen den ganzen Zirkus erst mal einführen mussten und die Natives hat ja keiner gefragt. Stell dir vor, die hätten Fingerabdrücke von den Pilgern genommen und sie gefragt, was sie während ihres Aufenthaltes in Amerika vorhaben. Hätten sie das mal lieber gemacht.
Montag, 18. Mai 2015
Volksanwaltschaft Burgenland
Ist es wirklich so, dass sie sich selbst aufführen, wie das, was sie bekämpfen?
Die ca. 500 Kontrollbesuche/Jahr von Institutionen, die der "Freiheitseinschränkung" verdächtigt werden, laufen so ab, dass die Verdächtigen sich gleich mal schuldig fühlen sollen. Wer kommt darauf, Betreuungseinrichtungen über Freiheitseinschränkung zu definieren? Darunter würde jede stinknormale Schule fallen, die Polizei, die Kirche, auch Fahrradvereine, weil da irgendwer einfach eine Tour plant, ohne dass alle einverstanden sind. Und wer hat diesen Sheriffs so viel Macht gegeben, dass sie unfreundlich sein dürfen, ihre Tätigkeit nicht kommunizieren müssen und außerhalb vernünftiger Zeiten aufkreuzen?.
Wer kontrolliert die Volksanwaltschaft?
Bitte um Kommentare!
Die ca. 500 Kontrollbesuche/Jahr von Institutionen, die der "Freiheitseinschränkung" verdächtigt werden, laufen so ab, dass die Verdächtigen sich gleich mal schuldig fühlen sollen. Wer kommt darauf, Betreuungseinrichtungen über Freiheitseinschränkung zu definieren? Darunter würde jede stinknormale Schule fallen, die Polizei, die Kirche, auch Fahrradvereine, weil da irgendwer einfach eine Tour plant, ohne dass alle einverstanden sind. Und wer hat diesen Sheriffs so viel Macht gegeben, dass sie unfreundlich sein dürfen, ihre Tätigkeit nicht kommunizieren müssen und außerhalb vernünftiger Zeiten aufkreuzen?.
Wer kontrolliert die Volksanwaltschaft?
Bitte um Kommentare!
Dienstag, 5. Mai 2015
Cops gegen den Terror
Kann man diese ganzen schießwütigen amerikanischen Bullen nicht an die Fronten in aller Welt schicken,wo schon andere Irre und Isis und Huthis und Hirnis herumballern und Unbewaffnete terrorisieren?
Donnerstag, 27. November 2014
Meide das Huhn
Schon beim ersten USA Aufenthalt mied ich das Huhn und wurde auf das Peinlichste befragt, warum und ob ich denn der FDA nicht traue. Ich versuchte, mein Bauchgefühl mit irgendwelchen zusammengeschusterten Argumenten aufzufetten, wurde aber trotzdem von da an als systemkritischer Verweigerer, Baumumarmer mit Kommunismus-Option scharf beobachtet.
Nun hab ich es schwarz auf weiß aus der New York Times, was es mit dem Chicken so auf sich hat.
Ursprünglich Sklavenkost, weil die sich weder Schwein noch Rind halten durften, fand es durch die schwarzen Köche bei den Wohlhabenden Einlass in Form in Öl ausgebratener Teile.
Eine weitere Verbreitung erreichten die europäischen Juden, die das Schwein mieden. Dann kamen asiatische Arten des Huhnes dazu, schmackhafter und fleißiger und ergiebiger in Eier- und Fleischleistung.
Und dann kam der Krieg, der die Soldaten mit
Rind- und Schweinefleisch bevorzugte und die Heimat mit dem Huhn abfertigte.
Der Krieg ging zu Ende, das Huhn blieb, mittlerweile aus der Massenproduktion, als billige und wenig kontrollierte Lebensmittelquelle. Das Zeug ist mittlerweile so geschmacklos, dass man es nur genießen kann mit allerlei geschmackgebenden Saucen, Tunken und Dips.
Also so kommunistisch muss man gar nicht sein, um dem Chickenzeugs zu misstrauen und die FDA?
Sag ich lieber nichts zu, sonst werd ich wieder streng beobachtet.
Originalartikel in NYT:
http://mobile.nytimes.com/2014/11/26/opinion/how-the-chicken-built-america.html?_r=1
Nun hab ich es schwarz auf weiß aus der New York Times, was es mit dem Chicken so auf sich hat.
Ursprünglich Sklavenkost, weil die sich weder Schwein noch Rind halten durften, fand es durch die schwarzen Köche bei den Wohlhabenden Einlass in Form in Öl ausgebratener Teile.
Eine weitere Verbreitung erreichten die europäischen Juden, die das Schwein mieden. Dann kamen asiatische Arten des Huhnes dazu, schmackhafter und fleißiger und ergiebiger in Eier- und Fleischleistung.
Und dann kam der Krieg, der die Soldaten mit
Rind- und Schweinefleisch bevorzugte und die Heimat mit dem Huhn abfertigte.
Der Krieg ging zu Ende, das Huhn blieb, mittlerweile aus der Massenproduktion, als billige und wenig kontrollierte Lebensmittelquelle. Das Zeug ist mittlerweile so geschmacklos, dass man es nur genießen kann mit allerlei geschmackgebenden Saucen, Tunken und Dips.
Also so kommunistisch muss man gar nicht sein, um dem Chickenzeugs zu misstrauen und die FDA?
Sag ich lieber nichts zu, sonst werd ich wieder streng beobachtet.
Originalartikel in NYT:
http://mobile.nytimes.com/2014/11/26/opinion/how-the-chicken-built-america.html?_r=1
Montag, 24. November 2014
Achtsamkeitsshopping
So soll er heißen, mein kleiner Ratgeber für ein erfülltes und ausgeglichenes Shoppingerlebnis.
Das muss keine Tortur sein, auch nicht das Grenzerlebnis für Partnerschaften, wenn dabei
einige fundamentale Regeln eingehalten werden.

Shopping erfordert keine andauernde, außergewöhnliche Gehirn- oder auch Körperbelastung.
Das Gehirn befindet sich im Stand-By Modus (Alpha-Wellen), Augen halb geschlossen, äußere Wahrnehmung beschränkt auf die Person, die man begleitet.
Der Moment, auf den es ankommt, ist, wenn er (sie) aus der Umkleidekabine tritt und Blickkontakt herstellt. Dann sollte man zu einer wohlüberlegten, kompetenten Stellungnahme bereit sein: gut, eher nicht oder Alternativen. Bloß nichts Schwammiges.
Wer hier gelangweilt wirkt oder unsicher, hat unweigerlich verloren. Alle Konzentration liegt auf diesem Urteil.
Körperlich sollte man entspannt sein und einen Platz einnehmen, von dem aus man ungehinderte Sicht auf die Umkleidekabine hat.
Es kann recht unterhaltsam sein, nebenbei das Personal bei seiner Arbeit zu belauschen.
Unbequemes kraftraubendes Stehen geht auf Kosten der Laune und damit der nötigen Aufmerksamkeit.
Nach 2 oder 3 Geschäften empfiehlt sich, eine Kaffeepause vorzuschlagen und sich selbst zu befragen, für wieviele Stationen der Achtsamkeitsvorrat noch ausreicht. Es wirkt übrigens sympathischer, seine Erschöpfung zuzugeben, als hier den Helden zu spielen und bei den weiteren Stationen kläglich einzugehen.
Es zählt auch nicht die Anzahl der Beutestücke sondern einzig die Zufriedenheit mit dem Erlebten.
Das muss keine Tortur sein, auch nicht das Grenzerlebnis für Partnerschaften, wenn dabei
einige fundamentale Regeln eingehalten werden.
Das Gehirn befindet sich im Stand-By Modus (Alpha-Wellen), Augen halb geschlossen, äußere Wahrnehmung beschränkt auf die Person, die man begleitet.
Der Moment, auf den es ankommt, ist, wenn er (sie) aus der Umkleidekabine tritt und Blickkontakt herstellt. Dann sollte man zu einer wohlüberlegten, kompetenten Stellungnahme bereit sein: gut, eher nicht oder Alternativen. Bloß nichts Schwammiges.
Wer hier gelangweilt wirkt oder unsicher, hat unweigerlich verloren. Alle Konzentration liegt auf diesem Urteil.
Körperlich sollte man entspannt sein und einen Platz einnehmen, von dem aus man ungehinderte Sicht auf die Umkleidekabine hat.
Es kann recht unterhaltsam sein, nebenbei das Personal bei seiner Arbeit zu belauschen.
Unbequemes kraftraubendes Stehen geht auf Kosten der Laune und damit der nötigen Aufmerksamkeit.
Nach 2 oder 3 Geschäften empfiehlt sich, eine Kaffeepause vorzuschlagen und sich selbst zu befragen, für wieviele Stationen der Achtsamkeitsvorrat noch ausreicht. Es wirkt übrigens sympathischer, seine Erschöpfung zuzugeben, als hier den Helden zu spielen und bei den weiteren Stationen kläglich einzugehen.
Es zählt auch nicht die Anzahl der Beutestücke sondern einzig die Zufriedenheit mit dem Erlebten.
Donnerstag, 20. November 2014
Faneuil Hall
Wir sind Gäste bei der Vereidigung der frischgekürten Anwälte auf die Verfassung von Massachusetts. Voraussetzung war eine äußerst strenge schriftliche Prüfung "The Bar" , die etwa 50% bestanden haben. Viele stolze Eltern, viel Pomp im ehrwürdigen Gebäude Faneuil Hall mit viiiieeel Geschichte und eine Plastiktüte mit viiielen Kugelschreibern, einer davon ein Montblanc, angeblich gefaket, weil die nicht so viel Geld ausgeben. Natürlich auch einiges an Werbung, wo es die besten Anwaltsklamotten gibt oder juristisch durchgebratene Steaks, Rechtsmittel im Großeinkauf, Plädoyers im 10er Pack und Einsprüche in der Vorratstonne.
Und natürlich eine Urkunde.
Mittwoch, 19. November 2014
Jamaica Plain
Unsere Neighbourhood erkunden:
Aus diesen Kästen kann man sich kostenlos mit Büchern eindecken. Keine Ahnung, wer das organisiert. Der Name Jamaica Plain hat übrigens nichts mit Jamaica zu tun, sondern ist es ein Anglizismus für den Namen des Massachusett-Sachem Kuchamakin , der Regent der jungen Chickatawbut war.
Es gibt jede Menge kleiner netter Läden, für alles mögliche, u.a. Gebrauchtklamotten und -waren aller Art, ein herrlicher Bioladen und ein Geschäft voller Madonnen, Heiligenfiguren und Heilmittelchen gegen alles außer Migräne.
Die Einwohner haben sich bisher erfolgreich gegen die Etablierung der üblichen Ketten für Fastfood gewehrt. Recht eigensinnig und sympathisch. Nachts höre ich Walgesänge.
Ein wunderschöner Park zum Wandern und Entspannen ist das Arboretum. Wieder einmal bestätigt sich, dass hier alles größer ist, als bei uns.
Und übrigens haben die Celtics gegen Cleveland mit einem Punkt Unterschied verloren.
Macht nix, Hauptsache einmal in dieser gewaltigen Arena so ein Spiel erlebt zu haben.
Samstag, 15. November 2014
Ufo-Sichtung über Boston
Erst auf dem Foto sahen wir mit großer Überraschung, was wir da erwischt haben.
Da wir hier neu und ohne jede Erfahrung mit Behörden sind, außerdem immer in der berechtigten Panik, verhaftet zu werden, gaben wir unsere Entdeckung ausschließlich an den Boston Globe weiter, der sogleich ein Reporterteam zu uns schickte, um uns zu interviewen. Natürlich konnten wir keine wirklich ergiebigen Auskünfte erteilen, hatten aber ein nettes Zusammensein mit den Presseleuten und diese meldeten den Vorfall auch bei der hiesigen Meldestelle der Homeland Security, die uns eine Nacht lang verhörte. Morgens bekamen wir ein ordentliches Frühstück und wurden in der Innenstadt abgesetzt. Case closed, denk ich mal.
Sie mussten nur den Verdacht ausräumen, dass wir die Vorhut einer Invasionstruppe aus dem All sind und an Weihnachten Massenvernichtungswaffeln backen wollen.
Freitag, 22. August 2014
Montag, 28. Juli 2014
NSA -Die Lösung
Alle Gebäude und Einrichtungen der Behörde werden zu geschlossenen Anstalten erklärt. Jeder Beschäftigte hat das Recht, seine Familie in die Anstalt aufzunehmen. Dieser Akt ist nicht mehr rückgängig zu machen. Erreichen die Kinder die Volljährigkeit, dürfen sie das Gelände nach einer Erinnerungsbereinigung verlassen und in die Außenwelt zurückkehren.
Die Anstalt bearbeitet alle Daten, die bis zum Tag der Isolation eingegangen sind. Es werden keine neuen Daten mehr aufgenommen.
Sind alle Daten erfasst und ausgewertet, ist es den Insassen erlaubt, sich gegenseitig auszuhorchen.
Das Equipment ist vorhanden.
Infrastruktur und Versorgung sollen weitgehend autark sein. Auf diese Weise werden genügend Arbeitsplätze und Tätigkeiten zur Verfügung stehen.
Eine Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht wird staatlich gefördert, soll aber nur dem Eigenbedarf dienen.
Das Experiment wird wissenschaftlich begleitet, um zu erforschen, welche Art eines Gesellschaftssystems sich in diesem Soziotop herausbildet.
Geplant ist eine vorläufige Laufzeit von 50 Jahren. Wer in dieser Zeit einer Tätigkeit nachgeht, die rein praktischen Zwecken dient, sei dies Handwerk, Land- oder Forstwirtschaft oder Verwaltung, wird auf Probe resozialisiert.
Während der einjährigen Beobachtungszeit wird er oder sie durch eine geeignete Behörde überwacht und bewertet. Nach dem Probejahr entscheidet eine unabhängige Jury über Verbleib in Freiheit
oder Rückweisung in die Geschlossene.
Die Anstalt bearbeitet alle Daten, die bis zum Tag der Isolation eingegangen sind. Es werden keine neuen Daten mehr aufgenommen.
Sind alle Daten erfasst und ausgewertet, ist es den Insassen erlaubt, sich gegenseitig auszuhorchen.
Das Equipment ist vorhanden.
Infrastruktur und Versorgung sollen weitgehend autark sein. Auf diese Weise werden genügend Arbeitsplätze und Tätigkeiten zur Verfügung stehen.
Eine Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht wird staatlich gefördert, soll aber nur dem Eigenbedarf dienen.
Das Experiment wird wissenschaftlich begleitet, um zu erforschen, welche Art eines Gesellschaftssystems sich in diesem Soziotop herausbildet.
Geplant ist eine vorläufige Laufzeit von 50 Jahren. Wer in dieser Zeit einer Tätigkeit nachgeht, die rein praktischen Zwecken dient, sei dies Handwerk, Land- oder Forstwirtschaft oder Verwaltung, wird auf Probe resozialisiert.
Während der einjährigen Beobachtungszeit wird er oder sie durch eine geeignete Behörde überwacht und bewertet. Nach dem Probejahr entscheidet eine unabhängige Jury über Verbleib in Freiheit
oder Rückweisung in die Geschlossene.
Sonntag, 8. Juni 2014
Where the wild foxes grow
I said, 'Do you know where the wild foxes grow
So sweet and scarlet and free?'
Jutta nodded her head, as I lay on the bed
'If I show you the foxes will you follow?'
I said: "Sure" and she took me to the Loon Drive
She showed me the foxes and we kissed.
And the next thing I heard was a click and a cluck
As she knelt above me with her I phone in hands.
She shot pictures of foxes and we wished them good luck.
So sweet and scarlet and free?'
Jutta nodded her head, as I lay on the bed
'If I show you the foxes will you follow?'
I said: "Sure" and she took me to the Loon Drive
She showed me the foxes and we kissed.
And the next thing I heard was a click and a cluck
As she knelt above me with her I phone in hands.
She shot pictures of foxes and we wished them good luck.
Der fantastische Mr. Fox. Er war uns von Anfang an begegnet, wenn wir mit dem Auto in die Stadt fuhren, oder wenn wir zurückkamen. In aller Ruhe spazierte er oder eher sie ihres Wegs, einmal mit einem Hot Dog in der Schnauze. Wir wollten mehr über ihn wissen.
Einmal, als Franzi und ich laufen gingen, kam er uns entgegen. Wir blieben stehen, er ebenso wie wir. Wir musterten uns gegenseitig und kamen wohl jeder zur Ansicht, dass keiner was Böses vorhat.
Lediglich die Straßenseite wechselten wir.
Am vorletzten Tag entdeckte Jutta bei einem Spaziergang zufällig die ganze Familie. Es handelte sich um 5 Junge und ihre Mutter.
Immer wieder wagten sich ein oder zwei Jungtiere unter dem Baum hervor, nahmen aber kaum Notiz von den neugierigen Beobachtern. Und so zogen wir uns diskret zurück und konnten nach Auflösung des Rätsels endlich wieder nach Hause. Wahnsinn!
Doch jetzt bereits, nach 2 Tagen zuhause vermissen wir das Haus im Wald mit Franzi und Matthew dem nächtlichen Konzert der Ochsenfrösche und dem vorbeistreifenden Mr. Fox.
Donnerstag, 5. Juni 2014
We'll fix it
Gestern habe ich Sue besucht. Sie starb mit 28 Jahren, obwohl sie ungeheuer vital war und für ihr Alter recht kräftig gebaut. Und schön, natürlich war sie überaus schön, aber nicht für jeden zu haben. Wenn sie böse war, konnte sie so richtig die Zähne zeigen.
Am Abend Kino: Maleficent. Mittlerweile können wir es korrekt aussprechen.
Am Abend Kino: Maleficent. Mittlerweile können wir es korrekt aussprechen.
Hat uns gut gefallen, v.a. Angelina Jolie als nicht wirklich böse aber überaus beindruckende Fee. Die Männer sind hier eindeutig die Bösen.
Bei Molly's danach wird theoretisiert über die verblüffenden Parallelen zwischen Jolie's Biographie (Operation, Adoption) und ihrer Rolle (Flügelverlust, Adoption der Königstochter).
Doch was macht man am letzten Tag bei mäßigem Wetter?
Wir lassen das Handwerk hochleben und beginnen mit der Reparatur des zusammengebrochenen Bootsgestells. Das sah wirklich übel aus, zudem liegt es im Hoheitsgebiet der Gelsenkönigin Maggie Sting.
| vorher |
Nachdem nun eine bestialisch knurrende Milwaukee Bohrmaschine im Haus ist, müssen wir nur noch Winkel, Schrauben, Bolzen, die Homer Toolbox (8,-$) und 70 Meter Kabel kaufen bei Home Depot, wo uns Candy Sue an der Kasse erwartet, und los gehts.
Nach 2 Stunden ist der erste Schritt getan. Das Ding steht wieder, aber es hat seine Opfer gefordert, einige kleinere Verletzungen, versumpftes Schuhwerk und zahllose Einstiche durch Maggie's bluthungrige Scharen.
Aber alle sind stolz.
Good Job!!!
Mittwoch, 4. Juni 2014
Vocabulary or Learning by Talking
Matt erweitert seine Deutschkenntnisse und wir unsere bescheidenen Englischkenntnisse.
Er lernt, indem er beobachtet. Worte, die häufig vorkommen, verwendet er dann in nicht immer passenden Situationen.
Die Top 3 sind bedauerlicherweise: Genau, Wahnsinn und Scheiße.
Wir vermuten, dass man damit eine Zeitlang in Deutschland durchkäme, denn irgendwie ist immer alles wahnsinnig, genau oder halt Scheiße.
Das deutsche Lieblingswort von Nick ist: Ohrwurm (das gibt es auf englisch nicht in einem Wort)
Mein erlerntes Vokabular teile ich in 3 Kategorien:
A sehr gebräuchlich
B Speziell
C Noch spezieller, aber lustig
A
It`s drizzling - Es nieselt (immer wieder)
braid - Zopf (hab ich gebacken)
pivotal - darum dreht es sich (ich liebe es)
fencing - Fechten (sehr beliebt)
suitcase - Koffer (und nicht wallet, was ich am Flughafen falsch verwendet habe)
sympathy, pity - Mitleid
to cheat on s.o. - jemanden betrügen, fremdgehen (dauernd in der Zeitung)
she is addicted to sports - verrückt sein nach Sport (Stewart über Jutta)
to sue (lawsuit) - klagen (Wir sind unter Anwälten)
to pursue - verfolgen
trivial pursuit - Spiel, war mal lustig
chum - Kumpel (life is a cabaret, old chum)
clothes hanger - Kleiderbügel (fehlen uns immer)
valet - Einer, der Autos einparkt
wallet - Geldbeutel
wimp - Seicherl (bei uns in Dauergebrauch)
innocuous - wirkt unschuldig, ist aber harmful (z.B. das Double Down Sandwich von KFC)
tender - zärtlich
chicken-tender - Hühnerfleisch in der Form einer Krüppelbanane (etwas, das ich meide)
chicken nugget - der selbe Mist als Brocken
edible - essbar (ist hier vieles, muss aber nichts mit Ernährung zu tun haben)
sewer - Kanal
sober - nicht besoffen, nüchtern
tiny - winzig
teeny - noch winziger
teensy - fast nix
room and board - Kost und Logis (wurde mir angeboten, wenn ich immer für unsere Studenten koche)
I'm improving - Ich übe (ständig)
not that bad - nicht so übel
B
sleep like a log - Schlafen wie ein Murmeltier (eigentlich Stück Holz)
groundhog - Murmeltier
hedgehog - Igel
badger - Dachs
manure - Erde mit Dung für den Garten
wrench - Zange (schenke ich Matt)
fertilizer - Kunstdünger (hier wird gegärtnert)
extension cord - Verlängerungskabel
germ - Keim
yeast - Germ
to splurge on sth. - sich was gönnen (Gegenteil von stingy)
stingy, adj. - geizig
C
lump sum - Einmalzahlung (gefällt mir vom Klang, so könnte ein Sherpa heißen)
Hiccup - Schluckauf (Jutta bei kalten Getränken)
grooved shoulders - Linien auf der Straße, die beim Drüberfahren Krach machen
cooked books - Bilanzbetrug (vielleicht bei der Veteranenorganisation)
Beast of burden - Lastesel
Genau genommen ist es ein Wahnsinn, wie oft man Scheiße sagt.
Er lernt, indem er beobachtet. Worte, die häufig vorkommen, verwendet er dann in nicht immer passenden Situationen.
Die Top 3 sind bedauerlicherweise: Genau, Wahnsinn und Scheiße.
Wir vermuten, dass man damit eine Zeitlang in Deutschland durchkäme, denn irgendwie ist immer alles wahnsinnig, genau oder halt Scheiße.
Das deutsche Lieblingswort von Nick ist: Ohrwurm (das gibt es auf englisch nicht in einem Wort)
Mein erlerntes Vokabular teile ich in 3 Kategorien:
A sehr gebräuchlich
B Speziell
C Noch spezieller, aber lustig
A
It`s drizzling - Es nieselt (immer wieder)
braid - Zopf (hab ich gebacken)
pivotal - darum dreht es sich (ich liebe es)
fencing - Fechten (sehr beliebt)
suitcase - Koffer (und nicht wallet, was ich am Flughafen falsch verwendet habe)
sympathy, pity - Mitleid
to cheat on s.o. - jemanden betrügen, fremdgehen (dauernd in der Zeitung)
she is addicted to sports - verrückt sein nach Sport (Stewart über Jutta)
to sue (lawsuit) - klagen (Wir sind unter Anwälten)
to pursue - verfolgen
trivial pursuit - Spiel, war mal lustig
chum - Kumpel (life is a cabaret, old chum)
clothes hanger - Kleiderbügel (fehlen uns immer)
valet - Einer, der Autos einparkt
wallet - Geldbeutel
wimp - Seicherl (bei uns in Dauergebrauch)
innocuous - wirkt unschuldig, ist aber harmful (z.B. das Double Down Sandwich von KFC)
tender - zärtlich
chicken-tender - Hühnerfleisch in der Form einer Krüppelbanane (etwas, das ich meide)
chicken nugget - der selbe Mist als Brocken
edible - essbar (ist hier vieles, muss aber nichts mit Ernährung zu tun haben)
sewer - Kanal
sober - nicht besoffen, nüchtern
tiny - winzig
teeny - noch winziger
teensy - fast nix
room and board - Kost und Logis (wurde mir angeboten, wenn ich immer für unsere Studenten koche)
I'm improving - Ich übe (ständig)
not that bad - nicht so übel
B
sleep like a log - Schlafen wie ein Murmeltier (eigentlich Stück Holz)
groundhog - Murmeltier
hedgehog - Igel
badger - Dachs
manure - Erde mit Dung für den Garten
wrench - Zange (schenke ich Matt)
fertilizer - Kunstdünger (hier wird gegärtnert)
extension cord - Verlängerungskabel
germ - Keim
yeast - Germ
to splurge on sth. - sich was gönnen (Gegenteil von stingy)
stingy, adj. - geizig
C
lump sum - Einmalzahlung (gefällt mir vom Klang, so könnte ein Sherpa heißen)
Hiccup - Schluckauf (Jutta bei kalten Getränken)
grooved shoulders - Linien auf der Straße, die beim Drüberfahren Krach machen
cooked books - Bilanzbetrug (vielleicht bei der Veteranenorganisation)
Beast of burden - Lastesel
Genau genommen ist es ein Wahnsinn, wie oft man Scheiße sagt.
Dienstag, 3. Juni 2014
Cole Pond
Trotz eindringlicher Warnungen von allen Seiten, den See wegen des Froschmonsters nicht zu besuchen, haben wir uns auf den Weg in den dichten Wald gemacht. Bei Sonnenschein verschwindet der Eindruck des Unheimlichen, Verwunschenen völlig und es eröffnet sich ein wundersamer Lebensraum mit zahlreichen Vögeln. Der Weg ist gut markiert und schlängelt sich über Felsen durch verschiedene Arten von Mischwald. Manchmal versinkt er im Morast und zwingt zu kleinen Umleitungen oder Hüpfern von Stein zu Stein. Wir gelangen zu der Stelle, an der wir bei einsetzendem Regen aufgegeben hatten und finden diesmal mühelos weiter. Ein älterer Herr mit seinem Hund "Tucker" begegnet uns und teilt uns mit, dass wir fast am Ziel sind. Der See offenbart sich als eine Perle mitten im herrlich duftenden Kiefernwald mit einem Boot, das auf allgemeine Nutzung wartet, for free sozusagen. Bis auf eine junge Frau, die sich einen Fels, der ins Wasser ragt zum Chillen aussucht, sind wir allein.
Es gibt zwar kein Paddel für den leichten Metallkahn mit Bank, aber ein stärkerer Ast tut es auch zur Not. Und dann, als wir auf dem Wasser sind und uns in dieser tiefen Ruhe einfach treiben lassen, hören wir seinen Ruf von irgendeiner Stelle am Ufer, klagend, womöglich über Bauchschmerzen. Denn auch ein gewaltiger Bullfrog kann sich mal überfressen und ich weiß, wie schwer die Kost von Kentucky Fried einem im Magen liegt. Jetzt haben wir keine Angst mehr, nur Mitleid mit diesem gewaltigen Tier, das sich leider nie zeigt.
Es ist ein Ort voller Kraft, aber kein Kraftort, ein Ort der Ruhe aber ohne Ruder und ein Ort des Friedens aber mit Fliegen.
Bitte etwas Meer
Der Tag ist gekommen. Schönes Wetter, alle wollen es, und es ist nicht einmal so weit nach Hampton Beach, dem Ballermann der Ostküste. Harleys ohne Ende, Porsches, Mustangs, schrottreife Japaner; Tiefergelegtes, Höhergestelltes, Pickups jeder Größe und jede Menge vierrädriges Zeug, das eher nach Transformers aussieht.
Wasser eisig, Sonne hart wie Röntgen, und richtig prächtige Brandung, alles was du brauchst für einen Tag am Atlantik.
Auf unserer von Matt geführten kulinarischen Tour besuchen wir zum Dinner das Applebee's, ein typisches Lokal für die amerikanische Mittelklasse, in ziemlich gesichtslosem Design, sauber, uniformiertem Personal, überall Glotzen an der Wand, auf denen meist Baseball läuft, also eher langweilig. Die Karte ist eindeutig chickenlastig und bietet beispielsweise für 2 Personen Arrangements zu 20 bzw. 25 $, die zwei Hauptgerichte zur Wahl bieten und eine gemeinsame Vorspeise. Bedient werden wir von Sarah.
Wir beginnen schon mal, unsere bisherigen Erfahrungen in Ratinglisten zu verwandeln und geraten in erbitterte Grundsatzdiskussionen, die zeigen, wie weit Europa und Amerika auch kulinarisch auseinandergedriftet sind.
Wasser eisig, Sonne hart wie Röntgen, und richtig prächtige Brandung, alles was du brauchst für einen Tag am Atlantik.
| What is wrong here? |
Auf unserer von Matt geführten kulinarischen Tour besuchen wir zum Dinner das Applebee's, ein typisches Lokal für die amerikanische Mittelklasse, in ziemlich gesichtslosem Design, sauber, uniformiertem Personal, überall Glotzen an der Wand, auf denen meist Baseball läuft, also eher langweilig. Die Karte ist eindeutig chickenlastig und bietet beispielsweise für 2 Personen Arrangements zu 20 bzw. 25 $, die zwei Hauptgerichte zur Wahl bieten und eine gemeinsame Vorspeise. Bedient werden wir von Sarah.
| Dip aus Spinat und Käse, besser als es aussieht. |
| Eine entsetzliche Käse-Biersauce ganz hinten |
| Ribs |
| Die weißen Gestalten sind Mashed Potatoes |
Wir beginnen schon mal, unsere bisherigen Erfahrungen in Ratinglisten zu verwandeln und geraten in erbitterte Grundsatzdiskussionen, die zeigen, wie weit Europa und Amerika auch kulinarisch auseinandergedriftet sind.
Abonnieren
Posts (Atom)



